Mena-Exklusiv

Die Mena Watch „Top 10“ im Jahr 2018

Mena Watch nimmt den Jahreswechsel zum Anlass, unseren Lesern die zehn meistgelesenen Artikel des Jahres 2018 zu präsentieren:

 

10. Wie antisemitischer Wahn rationalisiert wird

Kann muslimischer Antisemitismus gerechtfertigt sein? Zum Beispiel, wenn „Juden aus aller Welt arabisches Land besiedeln“? Das werden Zeit und Zeit Online ja wohl noch fragen dürfen! Am Montagabend veröffentlichte Zeit Online einen Tweet, der einem nachgerade die Sprache verschlagen konnte. „Kann ‚muslimischer‘ Antisemitismus gerechtfertigter sein als der von christlich sozialisierten Europäern?“, wurde darin gefragt, und die Antwort folgte sogleich: „Ja, findet David Ranan“, der Autor des Buches „Muslimischer Antisemitismus. Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?“, dessen Werk Tomasz Kurianowicz für Zeit Online rezensiert hat. Schon die Verwendung des Komparativs bedeutet, dass […] Weiterlesen.

 

9. Warum der Ausstieg aus dem Atomvertrag mit Iran richtig ist

Es hätte so schön sein können. Wir machen blendende Geschäfte mit Iran, das Land blüht auf und entwickelt sich zu einem verlässlichen Partner im globalen Sicherheits- und Wirtschaftssystem. Alles was war ist vergessen, war nie so gemeint oder falsch übersetzt, und Hassan Rouhani ist im Grunde seines Herzens ohnehin ein waschechter Liberaler. Niemand will eine Atombombe bauen. Nur ein paar Jahre noch. Dann wird alles gut. „Wie wunderbar die Strategie auch sein mag, man sollte gelegentlich einen Blick aufs Resultat werfen“, empfahl Winston Churchill. Also tun wir das. „Weder die erbärmliche Holocaust-Leugner-Konferenz in Teheran noch die […] Weiterlesen.

 

8. Wenn der saudische Kronprinz der ARD zu israelfreundlich ist

Der saudische Kronprinz schlägt bemerkenswert versöhnliche Töne gegenüber Israel an. Das gefällt dem ARD-Korrespondenten Carsten Kühntopp nicht besonders – denn er befürchtet, dass dadurch die Sache der Palästinenser in den Hintergrund treten und der jüdische Staat in einem zu positiven Licht erscheinen könnte. Sein öffentlich-rechtlicher Kommentar ist eine Ungeheuerlichkeit. Vor wenigen Tagen hat sich der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in einem Interview ungewöhnlich konziliant gegenüber Israel geäußert. Nicht nur die Palästinenser, sondern auch die Israelis hätten das Recht auf […] Weiterlesen.

 

7. Gedankenloses Gedenken. Protokoll einer Empörung

Österreich gedenkt in diesen Tagen feierlich des Anschlusses an Deutschland im Jahre 1938, der Verbrechen des Nazi-Regimes und dessen Opfer, erinnert der Ermordeten. Wir sind gerührt von unserem Mitgefühl für die toten Juden und ergriffen von unserem Mut im Widerstand gegen die toten Täter. Im Blick auf die Vergangenheit erholen sich unsere Augen von den Schrecken der Gegenwart. Das Leben kann so versöhnlich sein. Solange die Harmonie nicht von einem lebenden Juden getrübt wird. Am Sonntag durchkreuzte der Störenfried Arik Brauer die traute Eintracht einer honorigen Runde im ORF. Heinz Fischer, der ehemalige Bundespräsident und […] Weiterlesen.

 

6. „Die Linke“ Berlin: Bühne frei für Antisemitismus

Die Britin Jacqueline („Jackie“) Walker, die zeitweilig wegen ihres Antisemitismus aus der britischen Labourpartei ausgeschlossen wurde – sie hatte u.a. gesagt, „viele Juden“ seien „die Hauptfinanziers des Sklavenhandels“ gewesen und fälschlich behauptet, bei Großbritanniens Holocaust Memorial Day werde nicht der nichtjüdischen Opfer von Genoziden gedacht –, hält am 9. Februar auf Einladung der Partei Die Linke einen Vortrag in Berlin. Am 10. Februar wird sie dann an einer Anti-Israel-Konferenz teilnehmen und am folgenden Tag ihr Monodrama „The Lynching“ vortragen. Dessen Thema, in Walkers eigenen Worten: „Wie kommt es, dass […] Weiterlesen.

 

5. David Ranan: Sind die Juden selber schuld, wenn sie gehasst werden?

Vor einigen Wochen machte David Ranans Buch „Muslimischer Antisemitismus“ im deutschen Blätterwald Furore: Der Spiegel widmete ihm eine zweiseitige Rezension, die Frankfurter Allgemeine würdigte es in seiner Rubrik „Das aktuelle Buch“, der Autor kam in der „Süddeutschen Zeitung und den Aachener Nachrichten ausführlich zu Wort, während die schweizerische jüdische Wochenzeitung Tachles sein Werk als „sachlich, nüchtern, deeskalierend, unabhängig und unideologisch“ pries. Für mich handelt es sich um den abwegigsten Text, den ich bisher zum Thema Antisemitismus las. Er passt „perfekt zu vielen anderen Debattenbeiträgen, denen mit Karl Kraus zu bescheinigen wäre, so falsch zu sein, dass nicht einmal ihr Gegenteil richtig ist“, schrieb […] Weiterlesen.

 

4. Ein Mord, zwei Sichtweisen: Ari Fuld und medialer Whataboutism

Auch die deutschsprachigen Medien berichteten von der Ermordung Ari Fulds. Es lohnt sich, auf den auf einer APA-Meldung beruhenden Bericht in der österreichischen Tageszeitung Der Standard einzugehen, weil er geradezu prototypisch für der Großteil der hiesigen Israel-Berichterstattung ist. Auf die korrekte Überschrift folgt die Einleitung: „Siedleraktivist ermordet – Palästinensischer Jugendlicher starb nach nach Ausschreitungen an der Gazagrenze“.Hm. Was haben der palästinensische Jugendliche und Ausschreitungen an der Gazagrenze mit dem Mord an Ari Fuld zu tun? „Ein palästinensischer Teenager hat im Westjordanland einen bekannten israelischen Siedler-Aktivisten erstochen.“ Teenager gegen Siedler-Aktivist. Da weiß […] Weiterlesen.

 

3. Endlich enthüllt: die wahren Hindernisse für den Nahost-Frieden

„Der Friedensprozess im Nahen Osten ist tot“ titelt die Süddeutsche Zeitung und kennt natürlich auch die Schuldigen: Donald Trump, die Siedlungspolitik und die Gewaltspirale. Schon die Einleitung lässt keinen Zweifel an dem, was folgt: „Zwischen Israelis und Palästinensern eskalieren die Auseinandersetzungen, die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter. Eine große Schuld daran trägt US-Präsident Donald Trump.“ Und der Leser wird von der der ehemaligen Chefredakteurin der österreichischen Tageszeitung Der Standard und jetztigen Israel-Korrespondentin der Süddeutschen Alexandra Föderl-Schmid nicht enttäuscht […] Weiterlesen.

 

2. Warum wurde 1948 kein arabischer Staat in Palästina gegründet?

Dieser erste Nahostkrieg kostete 6.000 Juden (ein Prozent der damaligen jüdischen Bevölkerung) sowie ungezählten Arabern das Leben. (…) Wäre es zu diesem Krieg nicht gekommen, hätten diesen Monat auch die Araber in Palästina den 70. Jahrestag ihres Staates feiern können. Die Errichtung des arabischen Teilstaats war Bestandteil des Teilungsbeschlusses, den die Vereinten Nationen am 29. November 1947 mit Zweidrittel-Mehrheit gefasst hatten. Warum aber war den Arabern die Zerstörung des jüdischen Teilstaats wichtiger, als der Aufbau eines eigenen? In der hiesigen medialen Aufbereitung der Gründung Israels wird der Krieg der Araber, wenn man ihn denn überhaupt erwähnt, als etwas behandelt, das […] Weiterlesen.

 

1. Redner auf #unteilbar-Demonstration fordert Vernichtung Israels

Unter den 240.000, die vergangenen Samstag unter dem Slogan #unteilbar in Berlin auf die Straße gingen befanden sich auch, wie sollte es sonst bei breiten Bündnissen in Deutschland sein, Organisationen, die sich den „Befreiungskampf der Palästinenser“ auf die Fahnen geschrieben haben.  So auch das „Internationalistische Bündnis“, das mit diesen zwei Rednern aufwartete, die nicht nur den Boykott Israels, sondern auch die „die Befreiung von ganz Palästina 48“, also die Zerstörung des jüdischen Staates forderten. Nach ihrem Auftritt, wie sollte es sonst sein, folgte die […] Weiterlesen.

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