Mena-Exklusiv

Die Mena Watch „Top 10“ im Jahr 2017

Von Redaktion Mena Watch

Mena Watch nimmt den Jahreswechsel zum Anlass, unseren Lesern die zehn meistgelesenen Artikel des Jahres 2017 zu präsentieren:

 

1. Eine Terroristin im Europäischen Parlament

Man sollte meinen, dass eine Terroristin, die an zwei Flugzeugentführungen beteiligt war und bis heute nicht das geringste Anzeichen von Reue zeigt, nicht Teilnehmerin an einer zivilisierten Debatte sein sollte. Man könnte annehmen, dass man nicht einer Frau eine Bühne bieten will, die nach wie vor am Ziel der Zerstörung Israels festhält und Selbstmordattentate gegen Israelis für berechtigt hält. Man würde denken, dass sich eine verschwörungstheoretische Extremistin als Diskussionspartnerin disqualifiziert habe, die überzeugt ist, der Islamische Staat und Boko Haram seien Instrumente der Zionisten, um die Welt zu kontrollieren, und die Hitler nur deshalb nicht ganz toll findet, weil sie herausfand, dass dieser auch Araber für rassisch minderwertig gehalten habe. Und es wäre zu erwarten, dass man nicht einer Dame die Aufwartung macht, die stolzes Mitglied einer in der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuften Gruppierung ist. Nur hätte man dann die Rechnung ohne das Europäische Parlament gemacht […] Weiterlesen.

 

2. Westdeutscher Rundfunk: Geert Wilders ein Spion der Juden

In seiner Reihe „Die Story“ zeigte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am 8. März einen 40-minütigen Dokumentarfilm („Holland in Not – Wer ist Geert Wilders?), der suggerierte, der niederländische Politiker Geert Wilders sei eine Marionette der Juden – er habe schließlich eine „jüdische Großmutter“ und zudem „ein Jahr in Israel verbracht“. Außerdem erhalte er Geld von Juden aus dem Ausland. In den Niederlanden stehen nämlich Parlamentswahlen an, und so kam der WDR auf die Idee, eine Pseudodokumentation über den Vorsitzenden der Partei für die Freiheit, Geert Wilders, zu produzieren (den einzigen niederländischen Politiker, für den sich deutsche Journalisten dauerhaft interessieren). Wie stellt man das an, wenn man sich […] Weiterlesen.

 

3. Steinmeiers Verneigung vor einem Mörder

Historisch betrachtet war Jassir Arafat ein großer Mann. Selbst in Ägypten geboren, darf er als Erfinder des Volks der ‚Palästinenser‘ gelten. Vor der Charta der PLO (‚Palestine Liberation Organization‘) von 1964 bezeichnete man mit diesem Begriff alle Menschen, die das ‚Bevölkerungsmandat für Palästina‘ bewohnten. Heute gelten die ‚Palästinenser‘ als eigenes Volk, zu dem die arabischen Einwohner der palästinensischen Autonomiegebiete samt deren Angehörigen im Ausland ebenso zählen wie die während der Mandatszeit im Ausland geborenen arabischen Palästinenser und deren Nachkommen. Zwar stand Arafat erst ab 1969 an der Spitze der PLO, aber erst unter seiner Führung ist es dem neu entdeckten Volk der Palästinenser gelungen, seine Anliegen mit einer jahrelang andauernden Serie von […] Weiterlesen.

 

4. Das ZDF und seine arabischen Idole

Das Heute-Journal des Zweiten Deutschen Fernsehens hat einen Filmbericht über das Finale der Casting-Show „Arab Idol“ gesendet. Darin trieft es geradezu von Stolz, Identität, Leid, Treue, Blut und von Herzen, die nicht für Israel schlagen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Autorin mit einem derart distanzlosen Beitrag auffällt.

Wenn es eine Unterhaltungssendung, die vornehmlich in einem anderen Erdteil ausgestrahlt wird, in die öffentlich-rechtlichen deutschen Nachrichten schafft, wird es dafür zweifellos gute Gründe geben. „Die Show, die bei uns ‚Deutschland sucht den Superstar‘ heißt, nennt sich im Nahen Osten ‚Arabisches Idol‘, und sie ist dort viel größer und viel wichtiger als bei uns“, sagte Claus Kleber am Sonntagabend im Heute-Journal des ZDF dann auch […] Weiterlesen.

 

5. Reden wir über Jerusalem. Das Ende einer diplomatischen Scheinheiligkeit

Ja, reden wir über Jerusalem. Und überspringen wir die feindseligen Kommentare der üblichen Verdächtigen von Jakob Augstein bis Michael Lüders, gehen wir an dieser Stelle nicht auf die Phrasen von einer drohenden Gewaltspirale ein, lassen wir die Appeaser außen vor, die vor einer Störung des Friedensprozesses im Nahen Osten warnen. Wir kennen die Sprüche seit Jahren.

Außerdem: Syrien, Jemen, Sunniten gegen Schiiten, Iran gegen Saudi-Arabien, islamischer Fanatismus, arabischer Nationalismus, autokratische Herrscher, die jedes demokratische Pflänzchen im Keim ersticken – der Frieden im Nahen Osten hängt von ganz anderen Dingen ab als vom Sitz der amerikanischen Botschaft in Israel. Die breite Front gegen die […] Weiterlesen.

 

6. WDR/Arte-Doku: Die endgültige Kapitulation vor dem Antisemitismus

Israel ist der Garant für die Sicherheit aller Juden der Welt. Wer die Existenz Israels als jüdischen Staat in Frage stellt, stellt die Existenz aller Juden zur Disposition. Der israelische Staat ist Juden nicht nur Zufluchtsort und Heimat, sondern wenn nötig auch globale Schutzmacht für Juden in Bedrängnis. Wovon die Welt in der Nacht zum 4. Juli 1976 Zeuge wurde, als ein israelisches Einsatzkommando in Entebbe 102 jüdische Geiseln aus der Gewalt palästinensischer und deutscher Terroristen befreite. Deshalb ist Antizionismus in seiner Konsequenz immer immer antisemitisch. Deshalb kann man nicht über den wieder erstarkenden Antisemitismus in Europa sprechen, ohne die […] Weiterlesen.

 

7. FU Berlin: Antiisraelische Aktivistin als Politik-Dozentin

Am Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin lehrt eine Dozentin, die Israel für ein Kolonialprojekt europäischer Juden hält, den palästinensischen Terror verharmlost und auch sonst in Wort und Tat einiges unternimmt, um den jüdischen Staat zu delegitimieren. Dazu zählen unter anderem die Verteidigung einer antisemitischen Politsekte und die Beteiligung an einem Musikvideo, in dem Israel und seine Unterstützer attackiert werden.

Als die Berliner Abordnung der global aktiven BDS-Bewegung – die einen Boykott, einen Kapitalabzug und Sanktionen gegenüber Israel fordert und durch ihre Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates ein Musterbeispiel für modernen Antisemitismus darstellt – im März 2014 zu einer […] Weiterlesen.

 

8. Kampfbegriff „Islamophobie“ – „Wissenschaft“ im Dienste des politischen Islam?

Bereits zum zweiten Mal haben die österreichischen Politikwissenschaftler Farid Hafez und Enes Bayraklı den sogenannten European Islamophobia Report (EIR) herausgegeben. Auf 612 Seiten wurden für das Jahr 2016 insgesamt 27 Länderberichte alphabetisch geordnet aneinandergereiht. Die Herausgeber versuchen dabei, ihrem Konvolut einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben, aber auch für den EIR 2016 trifft zu, was Gernot Bauer im profil bereits am EIR des Jahres 2015 kritisiert hatte: ein pseudowissenschaftlicher Report, der eine politische Agenda verfolgt. Mit einer seriösen wissenschaftlichen Bestandsaufnahme oder gar Forschung hat das Ganze nichts zu tun […] Weiterlesen.

 

9. Gehört es zum normalen Lebensrisiko, in die Luft gesprengt zu werden?

Die Rote Armee Fraktion (RAF) ermordete in den 28 Jahren von 1970 bis zu ihrer Auflösung 33 Menschen, 200 wurden bei den Anschlägen verletzt. Ihren Höhepunkt erreichte die Terrorwelle im ‚Deutschen Herbst‘ 1977 mit der Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers, der Entführung des Lufthansa-Flugzeugs Landshut und den Selbstmorden von  Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in Stammheim. Die Ziele der Terroristen waren die Spitzen der deutschen Republik, Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Die Bundesrepublik Deutschland antwortete auf die Ermordung ihrer Eliten mit aller Härte. Sie nutzte den […] Weiterlesen.

 

10. Die Frau des Jahres, die den Zionismus hasst

„Sie bitten geradezu darum, den A*sch versohlt zu bekommen. Ich wünschte, ich könnte ihnen die Vaginas wegnehmen – sie verdienen es nicht, Frauen zu sein.“ „In Saudi-Arabien gibt es 10 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub. Und Ihr sorgt Euch, ob Frauen Autofahren dürfen. Schande über uns.“ Diese Sätze stammen weder von einem rechtsradikalen Irren noch von einem IS-Kämpfer. Sondern von einer der „Frauen des Jahres“ 2017.

Zugegeben, vom Glamour Magazine hatte ich noch nie etwas gehört, bis überall die Nachricht aufpoppte, das Magazin hätte ausgerechnet die islamische Aktivistin Linda Sarsour als eine der diesjährigen „Women of the Year“ ausgezeichnet. Das Frauenmagazin gehört zur […] Weiterlesen.

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