LGBT-Plakate in Bagdad rufen zur Toleranz auf

„Plakate, die zur Akzeptanz der Homosexualität sowie zu Toleranz und Koexistenz aufrufen, sind in verschiedenen Straßen Bagdads aufgetaucht. Am Montag zirkulierten Fotos der Plakate, die die LGBT Community unterstützen, in den sozialen Medien und lösten kontroverse Diskussionen aus. Während viele sich gegen die Initiative aussprachen, verteidigten andere die Rechte der LGBT Community und deren Recht auf freie Meinungsäußerung. Bislang ist unklar, wer hinter der Kampagne steckt.

Die meisten Plakate sind arabischsprachig. ‚Wir sind gleichwertig. Differenz ist die Grundlage des Lebens’, heißt es auf den Plakaten, die mit dem Kürzel LGBT-I versehen sind. Vermutlich steht das ‚I’ für ‚Irak’. Unterdessen hisste das US-amerikanische Generalkonsulat in Erbil die berühmte Regenbogenflagge als Ausdruck der Solidarität mit den Forderungen von LGBT-Menschen. Auch diese Initiative führte zu streitbaren Kommentaren in den sozialen Medien. In den vergangenen Jahren haben Menschenrechtsorganisationen wiederholt über die Folter, Entführung und Ermordung von LGBT-Menschen im Irak berichtet. Einem 2009 im Observer veröffentlichten Bericht zufolge wurden zwischen 2004 und 2009 680 Morde an LGBT-Menschen dokumentiert.“ (Mewan Dolamari: „LGBT posters spread in Baghdad, calling for acceptance“)

Mehr zum Thema auf Mena Watch: Wenn im Irak die Regenbogenflagge weht …

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