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Immer mehr Corona-Fälle im Nahen Osten

Im Jemen wird aufgrund des Krieges eine hohe Dunkelziffer an Coronainfektionen vermutet
Im Jemen wird aufgrund des Krieges eine hohe Dunkelziffer an Coronainfektionen vermutet (© Imago Images / Xinhua)

Vergangenen Sonntag wurde die Zahl auf über 900.000 geschätzt, wobei manche Länder eine Rate von fast 30 Prozent an Neuinfektionen erreichten.

Seth J. Frantzman, Jerusalem Post

Insgesamt wurden im gesamten Nahen Osten von Marokko bis zum Iran 894.611 Fälle verzeichnet. Mehrere Länder melden keine genauen Zahlen, sodass die wirklichen Zahlen in Libyen, Jemen und Syrien wahrscheinlich höher sind als die offiziell angegebenen.

In der gesamten Region lässt sich eine Zunahme der Rate an neuen Fälle erkennen. Im Libanon zum Beispiel haben die Fälle in den letzten zwei Wochen um 12% von 1.350 auf 1.536 zugenommen. Ein ähnlicher prozentualer Anstieg wurde in Israel, dem Iran, Algerien und den Vereinigten Arabischen Emiraten festgestellt. Einen noch stärkeren Anstieg gab es in der Palästinensischen Autonomiebehörde, in Libyen, Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien, Oman und im Jemen, wo die Rate an Neuinfektionen oft 30% betrug.

Das bedeutet, dass am 9. Juni beispielsweise in Saudi-Arabien 105.283 Fälle gemeldet waren und am 21. Juni bereits 154.233 Fälle. Ende Mai hatte das Land 81.766 Fälle. Im Libanon gab es am 30. Mai 1.172 Fälle und am 20. Juni 1.536 Fälle. Die Daten wurden vom Middle East Center for Reporting and Analysis zusammengestellt, das auf der Grundlage der täglichen Daten des Johns Hopkins Coronavirus Research Center eine wöchentliche Liste der Fälle führt. (…)

Bei den 21.000 Todesopfern sind der Iran und die Türkei die am schlimmsten betroffenen Länder, wobei im Iran nach offiziellen Angaben 10.000 und in der Türkei fast 5.000 Menschen gestorben sind. Weitere schwer betroffene Länder sind Ägypten, Saudi-Arabien und der Irak. In Ägypten gibt es mehr als 2.000 Tote. Algerien hat 837 Tote zu beklagen.

Die Golfstaaten haben hohe Fallzahlen, aber relativ niedrige Sterblichkeitsraten. In Bahrain gibt es 21.300 Fälle mit nur 60 Todesopfern. In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es 301 Todesfälle bei 44.000 Coronainfizierten. Dies bedeutet, dass die Golfstaaten offenbar gut getestet und das Virus in Krankenhäusern gut behandelt haben.

Insgesamt geht der Trend dahin, dass der Nahe Osten Ende Februar und Anfang März einen frühen Höhepunkt hatte, als sich das Virus aus dem Iran ausbreitete. Dann schien die Region das Virus im April und Mai unter Kontrolle zu haben, um im Juni einen weiteren Anstieg der COVID-19-Fälle zu verzeichnen.

Dies dürfte der „zweiten Welle“ geschuldet, von dem einige Modelle sprechen. In der gesamten Region wurden verschiedene Maßnahmen der Abriegelung angewandt, wobei viele Länder mittlerweile versucht haben, zu einem Schein der Normalität zurückzukehren. Der internationale Reiseverkehr und Tourismus ist komplett eingebrochen, und Länder, die auf den Tourismus oder Geschäftsreisende angewiesen sind, leiden sehr darunter.

900k coronavirus cases, 21,000 deaths from COVID-19 in Middle East

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