Iranerinnen kritisieren Dolce and Gabbana und H&M

„Wegen ihrer Verklärung des Hijab, der weitgehend als Symbol der Unterdrückung von Frauen gesehen wird, stehen westliche Modehäuser in der Kritik. Manager von Dolce and Gabbana und H&M zogen den Zorn iranischer Aktivistinnen auf sich, die häufig gewaltsam bestraft werden, wenn sie die muslimischen Gesetze missachten, die sie zwingen, sich in der Öffentlichkeit zu verschleiern. In hochwertigen Modeaufnahmen seien schicke und glanzvolle Versionen des muslimischen Schleiers zu sehen, die die Praxis andernorts normalisierten. Widerspruch gegen diesen Trend wurde im Rahmen der Kampagne My Stealthy Freedom in den sozialen Medien artikuliert, die häufig darüber informiert, wie die iranische ‚Sittlichkeitspolizei‘ Frauen willkürlich wegen geringfügiger Vergehen verfolgt.

Die Aktivistin Masih Alinejad erklärte: ‚Nun da Dolce and Gabbana, H&M und Nike für verschleierte Frauen Partei ergriffen haben, fordern wir sie auf, auch unsere Partei zu ergreifen, da auch wir für die Freiheit kämpfen, selbst entscheiden zu dürfen. Vergessen Sie nicht, dass Millionen Frauen ab dem Einschulungsalter von 7 gezwungen werden, den Hijab zu tragen. Wenn Frauen sich dort weigern würden, ihn zu tragen, erhalten sie keine Ausbildung und keinen Job. Sie würden in ihrem eigenen Land nicht leben können. Seien Sie unsere Stimme im Kampf gegen die Zwangsverschleierung. Warum wollen Sie nicht dazu beitragen, dass wir gehört werden?‘ Aktivistinnen im Iran fühlen sich vom westlichen Feminismus, der in seiner Kritik an der Behandlung von Frauen in islamischen Ländern bemerkenswerte Zurückhaltung zeigt, oft alleingelassen.“ (Kieran Corcoran : „Iranian Activists Attack Western Fashionistas for Glamorizing Hijabs“)

 

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