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Warum der Westen die demonstrierenden Iraner unterstützen sollte

Regimekritische Proteste in Teheran am 11. Januar 2020 (imago images/ZUMA Press)
Regimekritische Proteste in Teheran am 11. Januar 2020 (imago images/ZUMA Press)

Statt aus Furcht dem iranischen Regime entgegenzukommen, sollte der Westen die Iraner unterstützen, die den Abgang dieses Systems fordern.

Johannes Bole/Welt

Ralf Stegner (SPD) müsste hier kaum weiter gewürdigt werden, stünde seine Äußerung nicht stellvertretend für die in Deutschland verbreitete Haltung, zuallererst mal der Staatsdoktrin Irans zu folgen: Terrorchef Soleimani wird von einer amerikanischen Drohne ums Leben gebracht? Das ist ausschließlich zu verurteilen.

Völlig vergessen wird dabei, dass Soleimanis Tod zwar eine Eskalation war, aber trotz allem nur ein einzelner Gegenschlag nach vielen Angriffen Irans. Wie aber ist die Reaktion, wenn Irans Flugabwehr 176 Unbeteiligte tötet? Nur ein tragischer Irrtum … (…)

Der Westen kuscht aus Furcht vor dem, was noch kommen mag. In manchen Zeitungen wird der Tod Soleimanis mit dem Mord an Kronprinz Ferdinand 1914 verglichen, in den sozialen Medien schreiben viele unter dem Schlagwort ‚3. Weltkrieg‘.

Es lohnt sich ein Blick Richtung Teheran. Am Samstag schrien dort Tausende ihre Wut in die Nacht: ‚Tod dem Diktator‘, ‚Mörder!‘, an der Amirkabir-Universität forderten Studenten: ‚Hände weg von unserem Land.‘ Sie meinten nicht die USA. Sie meinten Chamenei, den alten Diktator, der sie unterdrückt, und seine Helfer mit Blut an den Händen, die Revolutionsgarden.

Die jungen Iraner demonstrierten auch gegen den Tod jener Menschen, die an Bord der Maschine waren, die von der Armee ihres Landes abgeschossen wurde. An ihrer Seite sollten wir stehen. Ihr Zorn ist unser Grund, mutig zu sein.“

Der Westen sollte an der Seite der jungen Iraner stehen

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