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Hamas-Funktionär ruft israelische Araber auf, sich dem Terror anzuschließen

Das Mitglied des Hamas-Politbüros, Moussa Abu Marzouk, in Katar
Das Mitglied des Hamas-Politbüros, Moussa Abu Marzouk, in Katar(Imago Images / Kyodo News)

In einem BBC-Interview bekräftigte Moussa Abu Marzouk seine früher getätigte Aussage, die Tunnel in Gaza seien nur für die Kämpfer der Hamas und nicht zum Schutz der Zivilbevölkerung.

Das Mitglied des Politbüros der Hamas, Moussa Abu Marzouk, forderte in einem Interview mit dem britischen Sender BBC Arabic am 6. November, israelische Araber und Palästinenser im Westjordanland müssten sich dem Kampf gegen die Besatzung anschließen. 

Die meisten der israelischen Zivilisten, die bei dem Massaker am 7. Oktober ermordet wurden, seien von israelischen Streitkräften getötet worden. »Der beste Beweis dafür sind die Häuser, in denen sie getötet wurden. Diese Häuser wurden durch Granaten von Panzern und Flugzeugen zerstört und nicht durch die AK-47, die unsere Leute hatten«, behauptete Marzouk, bevor er erklärte, die arabischen Israelis dürfen sich nicht isolieren. »Sie sollten sich ihrem Volk im Kampf gegen die Besatzer anschließen. Sie sollten alles tun, was sie können, um diese Besatzer zu bekämpfen. … Innerhalb Israels, im Westjordanland und überall.«

Als der Reporter darauf hinwies, israelische Araber befürchteten, dass ihnen die Staatsbürgerschaft entzogen werden könnte, antwortete der Hamas-Funktionär: »Ihre Feigheit wird sie nicht vor der Demütigung schützen, die ihr Los sein wird.«

Er fuhr fort, die Hamas habe keine vollständige Liste aller israelischen Geiseln, da sie von verschiedenen Gruppierungen und an unterschiedlichen Orten festgehalten würden und »nur einige von den Qassam-Brigaden festgehalten« werden, also dem militärischen Arm der Hamas. Abu Marzouk meinte, nur die israelischen Geiseln, nicht aber die ausländischen Staatsangehörigen brauchen zu können. »Wir wollen sie freilassen, aber sie [die Israelis] sollten wenigstens aufhören zu schießen.«

Kein Schutz für Zivilisten

Abu Marzouk wiederholte auch seine jüngst getätigte Erklärung, wonach die Tunnel im Gazastreifen zum Schutz von Hamas-Kämpfern und nicht für Zivilisten errichtet worden seien. »Wir haben diese Tunnel gebaut, und jetzt ist klar geworden, warum. Dank dieser Tunnel kämpfen wir gegen die Besatzer, und wir werden sie besiegen.« 

Es sei nicht möglich, alle Bewohner des Gazastreifens in den Tunneln unterzubringen, so Marzouk abschließend. »Wollt ihr, dass ich zwei Millionen Menschen dorthin bringe? Es gibt keine Landwirtschaft in Gaza, es gibt keine Straßen, und ihr erwartet, dass ich 2,5 Millionen Menschen in den Tunneln unterbringe? Wenn [Israel] die Tunnel entdeckt, hat es Bomben, um sie zu zerstören.«

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