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Zur Ausrottung bereit?

Im Gespräch mit Peter Huemer denkt Niklas Frank, der Sohn von Hans Frank, dem NS-Generalgouverneur von Polen, über die Abrechnung mit seinem Vater nach, über die Vergangenheit und die Gegenwart.

Als Niklas Frank sieben Jahre alt war, wurde sein Vater, der nationalsozialistische Generalgouverneur von Polen, in Nürnberg im Jahr 1946 für seine Verbrechen gehenkt. »Das Knacken deines Genicks ersparte mir ein verkorkstes Leben«, schrieb Niklas Frank Jahrzehnte später. Da war er fast 50 Jahre alt. Es hat gedauert, bis der Sohn begonnen hat, die schreckliche Vergangenheit seiner Eltern, vor allem die Zeit in Polen, in Büchern aufzuarbeiten. Dann allerdings tat er es umso gründlicher.

Der Vater. Eine Abrechnung erschien 1987. Achtzehn Jahre später dann: Meine deutsche Mutter – auch das ein gnadenloses Buch, wiewohl manchmal auch ein wenig Sympathie und Respekt durchklingt. Auch Niklas‘ älterer Bruder Norman, der am Vater hing, ist Thema eines der Bücher. Und vor wenigen Jahren erschien: Meine Familie und ihr Henker. Untertitel: »Der Schlächter von Polen, sein Nürnberger Prozess und das Trauma der Verdrängung.«

Auch mit der in seinen Augen gänzlich gescheiterten Entnazifizierung in Deutschland – und nebenbei auch in Österreich – hat Niklas Frank sich befasst. Nun ist er 85 Jahre alt und denkt gemeinsam mit Peter Huemer über das Erlebte nach, die Vergangenheit und die Gegenwart. Ein Gespräch, das durchaus nicht immer widerspruchsfrei verläuft.

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