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Wenn Juden als Schweine bezeichnet werden – und sich niemand daran stört

Der oberste Scharia-Richter der Palästinensichen Autonomiebehörde,, Mahmud Al-Habbash, bei einer Pilgerreise nach Mekka
Der oberste Scharia-Richter der PA, Mahmud Al-Habbash, bei einer Pilgerreise nach Mekka (© Imago Images / ZUMA Wire)

Der palästinensische oberste Scharia-Richter Mahmoud Al-Habbash ließ in einer Freitagspredigt eine antisemitische Hetztirade los, die im Westen einen veritablen Skandal auslösen würde.

Maurice Hirsch 

Würde ein amerikanischer oder europäischer Präsidentenberater vor eine Menschenmenge treten und die zutiefst rassistische Behauptung aufstellen, dass »schwarze Menschen Humanoide, Affen und Schweine sind«, würde die gesamte zivilisierte Welt zu Recht aufbegehren. Unverhohlener Rassismus dieser Art würde gebührend verurteilt werden, und der betreffende Präsident wäre gezwungen, seinen in Ungnade gefallenen Berater zu entlassen.

In ähnlicher Weise fordert Palestinian Media Watch nun die gesamte internationale Gemeinschaft auf, den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas zu veranlassen, seinen Sonderberater und obersten Scharia-Richter Mahmud Al-Habbash zu entlassen, der Juden offen als »Humanoide, Affen und Schweine« bezeichnete.

Antisemitische Predigten

In einer Predigt vom 30. September in einer Moschee in Ramallah, die im offiziellen Fernsehen der Autonomiebehörde ausgestrahlt wurde, ließ Al-Habbash eine antisemitische Tirade los, in der er sich dagegen aussprach, dass Juden die heiligste Stätte des Judentums, den Tempelberg in Jerusalem, auch nur besuchen dürfen. 

Nachdem er Juden als »grasende Herden von Humanoiden« bezeichnet hatte, setzte er jene, die den Tempelberg besuchen, mit »denen, die Allah verflucht … und Affen und Schweine aus ihnen gemacht hat«, gleich:

»Die kollektive [muslimische] Pflicht ist, dass die gesegnete Al-Aqsa-Moschee [der Tempelberg] zurückgegeben, befreit, verteidigt und von der Verunreinigung durch die Besatzung und den Diebstahl gereinigt wird. … Die geringste Pflicht besteht darin, [die Moschee] wenigstens zu besuchen, sie zu erwecken, damit sie nicht als Beute in die Hände der weidenden Herden von Humanoiden [d. h. Juden] fällt, in die Hände von Menschen oder Geschöpfen, die Allah in der Form von Menschen erschaffen hat. 

Er sagte über sie: Soll ich euch sagen, was schlimmer ist als das, was Allah als Strafe auferlegt hat? Das sind diejenigen, die Allah verflucht hat und über die er zornig wurde und aus ihnen Affen und Schweine machte.‹ [Koran 5:60] … [Wir Muslime müssen uns um die Moschee kümmern], anstatt die Al-Aqsa-Moschee weiterhin als Beute von Humanoiden zu belassen, die behaupten, sie hätten religiöse und historische Rechte auf und Souveränität über sie.«

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Wie PMW in der Vergangenheit immer wieder aufgedeckt hat, sind die Verweise der Palästinensischen Autonomiebehörde auf Juden als »Affen und Schweine« nicht neu. Während der israelisch-palästinensischen Friedensinitiative des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump erklärte der Generalinspektor des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten in Tubas, Scheich Muhammad Abd Al-Ilah, am 16. Februar 2022während einer Live-Übertragung im offiziellen PA-Sender, Trumps Initiative bedeute den »Verkauf Palästinas zum Nulltarif an die Nachkommen von Affen und Schweinen«:

»Wir sind hier, und wir werden hier bleiben, hinter der weisen Führung, die den ›Deal des Jahrhunderts‹ ablehnt, der im Verkauf Palästinas zum Nulltarif an die Nachkommen von Affen und Schweine besteht. Sie wissen, allen voran das kriminelle Duo Trump und Netanjahu, dass es in Palästina niemanden gibt, der die Al-Aqsa-Moschee, Jerusalem und die Täler verraten wird. … 

Wir alle sind potenzielle Märtyrer, die dieses Abkommen ablehnen. … So Allah will, wird das Ergebnis für den großen Satan [Trump] eine Niederlage und Demütigung sein. … Du, Trump, bist heute der große Satan, der sagt: ›Ihr habt keinen Gott außer mir.‹«

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Indoktrinierung

Palestinian Media Watch berichtete in der Vergangenheit auch von einem verhetzenden Gedicht, das palästinensische Kinder auswendig lernen mussten und in dem Juden als »barbarische Affen«, »bösartigste aller Schöpfungen«, als diejenigen, »die Allahs fromme Propheten ermordet haben« sowie als »unrein« und als »Dreck« bezeichnet werden. 

Als ein Mädchen dieses Gedicht in der offiziellen TV-Kindersendung der Palästinensischen Autonomiebehörde: »The Best Home« am 29. Mai 2015 vortrug, reagierte der Moderator mit dem Ausruf »Bravo! Jerusalem ist die ewige Hauptstadt Palästinas, wir werden es nie vergessen!« Das Gedicht in vollem Wortlaut:

»Ich fürchte das Gewehr nicht,
Denn eure Scharen sind im Wahn, und sie sind unwissende Herden.
Jerusalem ist mein Land, Jerusalem ist meine Ehre,
Jerusalem sind meine Tage und meine wildesten Träume.
Oh, ihr, die ihr Allahs fromme Propheten ermordet habt, [Juden in der islamischen Tradition]
Oh, ihr, die ihr mit dem Vergießen von Blut aufgewachsen seid,
Oh, ihr Söhne Zions, oh, ihr übelsten aller Geschöpfe,
Oh, ihr barbarischen Affen,
Jerusalem widersetzt sich euren Scharen,
Jerusalem erbricht aus seinem Inneren eure Unreinheit.
Denn Jerusalem, ihr Unreinen, ist fromm, unbefleckt,
Und Jerusalem, ihr Unreinen, ist sauber und rein,
Ich fürchte die Barbarei nicht.
Solange mein Herz mein Koran und meine Stadt ist,
Solange ich meinen Arm und meine Steine habe,
Solange ich frei bin und meine Sache nicht verschachere,
fürchte ich euer Gedränge nicht, fürchte das Gewehr nicht.«

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Die palästinensische Gesellschaft, die unter dem Einfluss der Palästinensischen Autonomiebehörde steht, vertritt tiefsitzende antisemitische Ansichten. Möchte die internationale Gemeinschaft dem Judenhass wirklich etwas entgegenhalten, muss jeder Vertreter in jedem Forum die verunglimpfende Hetze der Palästinensischen Autonomiebehörde, wie er kürzlich von Mahmud Al-Habbash zum Ausdruck gebracht wurde, bekämpfen. 

Die fortgesetzte finanzielle Unterstützung, die trotz dieses zügellosen Antisemitismus gewährt wird, verschafft der Palästinensischen Autonomiebehörde die Legitimation für ihren wütenden Judenhass.

Maurice Hirsch ist Direktor für Rechtsstrategien bei Palestinian Media Watch. (Der Artikel erschien auf Englisch beim Jewish News Syndicate. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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