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Iran: »Israel stiehlt unseren Regen!«

Ausgetrocknetes Flussbett im Iran
Ausgetrocknetes Flussbett im Iran (© Imago Images / NurPhoto)

Der Iran beschuldigt Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate, ihre Niederschläge durch Cloud Seeding, eine Methode zur Regenerzeugung, zu stehlen.

Angesichts der beispiellosen Hitzewelle samt einhergehender Dürre, die gerade den Nahen Osten heimsuchen, behaupten iranische Funktionäre, dass Länder wie Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate dem Iran den Regen aus den Wolken stehlen.

Diese Behauptung ist nicht neu. Schon 2018 erklärte der Chef der iranischen Zivilschutzorganisation, der Revolutionsgarden-Brigadegeneral Gholam Reza Jalali: »Israel und ein weiteres Land in der Region unterhalten gemeinsame Teams, die sicherstellen, dass Wolken, die in den iranischen Luftraum eintreten, keinen Regen abgeben können.« Aktuell stützt sich der Vorwurf auf das sogenannte Cloud Seeding, eine Praxis, die von Ländern im Nahen Osten und in Nordafrika immer häufiger eingesetzt wird, um trockenes und heißes Wetter zu bekämpfen. Bei dieser Methode, die auch in Staaten wie China und Mexiko angewandt wird, werden aus Flugzeugen Chemikalien in den Wolken freigesetzt, um Niederschläge zu erzeugen.

Die Temperaturen im Nahen Osten sind in den letzten drei Jahrzehnten weitaus schneller gestiegen als im weltweiten Durchschnitt und es wird vorhergesagt, dass Dürren immer häufiger und heftiger auftreten werden, da die Niederschläge weiter abnehmen.

Der Nahost-Korrespondent von i24NEWS, Ariel Oseran Oseran, stellte diesbezüglich fest, dass in mehr als der Hälfte der Länder des Nahen Ostens die Niederschlagsmengen in den letzten drei Jahrzehnten um zwanzig Prozent zurückgegangen ist. Experten zufolge werden die Menschen im Nahen Osten bis zum Jahr 2050 an über zweihundert Tagen im Jahr mit Temperaturen um die 50 Grad Celsius konfrontiert sein. Angesichts dieser düsteren Prognosen suchen die Länder nach neuen Wegen, um die Niederschlagsmengen zu erhöhen.

Im Jahr 2011 beschuldigte der ehemalige Präsident Mahmud Ahmadinedschad den Westen, er habe sich verschworen, um im Iran »eine Dürre zu verursachen«: »Die europäischen Länder setzen Spezialgeräte ein, um Wolken dazu zu zwingen, dass sie ihr Wasser über ihrem Kontinent abregnen«, sagte Ahmadinedschad damals. Bei einer regionalen Konferenz für Umweltpolitik in Teheran im Juli 2022 machte Irans aktueller Präsident Ebrahim Raisi den Westen für die Umweltverschmutzung und die Sandstürme in seinem Land verantwortlich.

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