Die ägyptischen, jordanischen und libanesischen Ableger der Muslimbruderschaft wurden wegen ihrer Unterstützung der Hamas von den USA als terroristische Vereinigungen eingestuft.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump kündigte wegen deren Hamas-Unterstützung Sanktionen gegen drei Zweige der Muslimbruderschaft im Nahen Osten an, wie das US-Außen- und das Finanzministerium vergangene Woche bekannt gaben.
Die libanesische Muslimbruderschaft wurde vom Außenministerium sowohl als ausländische terroristische Organisation als auch als speziell benannte globale terroristische Vereinigung eingestuft, während ihr Generalsekretär Muhammad Fawzi Taqqosh als speziell benannte globale terroristische Entität sanktioniert wurde. Das Finanzministerium stufte auch die ägyptischen und jordanischen Ableger der Muslimbruderschaft als speziell ausgewiesene globale Terrororganisationen ein.
»Diese Einstufungen spiegeln die ersten Maßnahmen einer fortlaufenden und nachhaltigen Bemühung wider, die Gewalt und Destabilisierung durch Ableger der Muslimbruderschaft zu bekämpfen, wo immer sie auftritt«, erklärte der amerikanische Außenminister Marco Rubio. »Die Vereinigten Staaten werden alle verfügbaren Mittel einsetzen, um diesen Ablegern der Muslimbruderschaft die Ressourcen zu entziehen, die sie für die Ausübung oder Unterstützung von Terrorismus benötigen.«
Lange Terror-Geschichte
Die libanesische Muslimbruderschaft koordinierte sich mit der Hamas und der Hisbollah, um ihre eigenen Kräfte zu aktivieren und nach dem von der Hamas angeführten Angriff vom 7. Oktober 2023 Raketen auf Israel abzufeuern, so das Außenministerium. Der Beiruter Ableger »drängte auf eine formellere Angleichung an die Hisbollah-Hamas-Achse«, während die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte im März 2024 einen Präventivschlag gegen seine Al-Fajr-Truppe durchführten. Die libanesische Armee »zerstörte im Juli 2025 ein geheimes militärisches Trainingslager, in dem Militante der libanesischen Muslimbruderschaft und der Hamas ausgebildet wurden«.
Gegen die ägyptische und die jordanische Zweigstelle wurden ebenfalls deren materielle Unterstützung der Hamas angeführt, die in den USA selbst sowohl eine ausländische Terrororganisation als auch eine speziell benannte globale terroristische Vereinigung darstellt.
»Die Muslimbruderschaft hat eine lange Geschichte terroristischer Handlungen und wir arbeiten intensiv daran, sie vom internationalen Finanzsystem abzuschneiden«, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent. »Diese Regierung wird ihre gesamten Befugnisse einsetzen, um terroristische Netzwerke, wo immer sie operieren, zu zerschlagen, zu zerstören und zu besiegen, um die Sicherheit der Amerikaner zu gewährleisten.«
Die nun zu Terrororganisationen erklärten Gruppierungen stehen in einer Reihe mit anderen Ablegern der Muslimbruderschaft sowie weiteren Organisationen, die bereits unter US-Sanktionen stehen, darunter die Hamas, der Palästinensische Islamische Dschihad, der Ägyptische Islamische Dschihad, Gama’a al-Islamiyya, Harakat Sawa’d Misr und Liwa al-Thawra.
Trump beauftragte Rubio und Bessent im vergangenen Jahr, die geeignetsten und wirksamsten Wege zu finden, um Sanktionen gegen verschiedene Gruppen der Muslimbruderschaft zu verhängen, die auch in Ägypten, Jordanien und anderen Ländern des Nahen Ostens verboten sind. »Die Muslimbruderschaft hat Terrorgruppen wie die Hamas inspiriert, gefördert und finanziert, die eine direkte Bedrohung für die Sicherheit des amerikanischen Volks und unserer Verbündeten darstellen«, erklärte John Hurley, Unterstaatssekretär für Terrorismus und Finanzinformationen im Finanzministerium.
Die Muslimbruderschaft hat Zentren in Katar und der Türkei, die beide Verbündete der USA sind. Keine der mit ihr verbundenen Organisationen in diesen Ländern wurde mit Sanktionen belegt.






