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US-Vizepräsidentin verurteilt sexuelle Gewalt der Hamas

US-Vizepräsidentin Kamala Harris verurteilt die sexuelle Gewalt der Hamas gegen israelische Frauen
US-Vizepräsidentin Kamala Harris verurteilt die sexuelle Gewalt der Hamas gegen israelische Frauen (© Imago Images / Cover-Images)

Bei einer Veranstaltung zum Internationalen Tag zur Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten kritisierte Kamala Harris die Vergewaltigungen im Zuge des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober letzten Jahres.

David Schwindel

In einer Rede im Weißen Haus anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten am Montag verurteilte die amerikanische Vizepräsidentin Kamala Harris den Einsatz sexueller Gewalt als Kriegswaffe und forderte Rechenschaft: »Ich danke vor allem den Überlebenden und Anwälten, die heute hier bei uns sind. Sie sind furchtlose Verfechterinnen im Kampf für Gerechtigkeit und erinnern uns an die Widerstandsfähigkeit der Überlebenden.«

Harris erklärte, dass »sexuelle Gewalt seit der Antike eine Kriegstaktik« sei, die dazu diene, »ganze Bevölkerungen zu demütigen, zu terrorisieren und zu unterwerfen«.

Als erstes Beispiel nannte Harris die in der Ukraine kämpfenden russischen Truppen, die »Frauen in besetzten Gebieten vergewaltigten«. Harris zählte Länder auf der ganzen Welt auf, in denen es bei Konflikten zu sexueller Gewalt gekommen war, darunter den Sudan, Haiti, Äthiopien, die Zentralafrikanische Republik und Kongo. Nach Schätzungen von Experten käme auf jede dokumentierte Vergewaltigung während eines Kriegs zehn bis zwanzig undokumentierte. »Mein Herz bricht angesichts der Traumata und des Schmerzes, der in jedem dieser Konflikte zugefügt wird«, sagte Harris.

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Berichte werden zunehmen

Mit Blick auf den Konflikt im Gazastreifen sagte Harris, die Hamas habe entsetzliche Akte sexueller Gewalt begangen. Sie erzählte, dass sie Fotos von blutüberströmten, entführten Israelis gesehen habe und dass »Frauenleichen nackt bis zur Taille, mit auf dem Rücken gefesselten Händen und mit Kopfschuss gefunden wurden«.

Harris wies darauf hin, dass etliche Befreite ihr Martyrium der sexuellen Gewalt mittlerweile der Öffentlichkeit berichtet haben. »Ich befürchte, dass diese Erzählungen noch zunehmen werden, je mehr Geiseln freigelassen werden«, sagte die US-Vizepräsidentin. »Wir können nicht wegschauen und wir werden nicht schweigen. Mein Herz bricht für all diese Überlebenden und ihre Familien.«

»Weltweit bleibt unser System der Rechenschaftspflicht unzureichend«, sagte die Vizepräsidentin in Bezug auf die mangelnde Verfolgung und Bestrafung sexueller Gewalt. »Wir alle – Regierungen, internationale Organisationen, die Zivilgesellschaft und jeder einzelne Bürger – sind dafür verantwortlich, uns aktiv mit kriegsbedingter sexueller Gewalt auseinanderzusetzen und daran zu arbeiten, unsere Welt von diesem abscheulichen Verbrechen zu befreien. Das beginnt natürlich mit der Sensibilisierung und der Anerkennung.«

Harris wiederholte im Rahmen ihrer Rede die Forderung der Biden-Administration, dass die Hamas »das auf dem Tisch liegende Abkommen für den Waffenstillstand akzeptieren muss« und schloss mit den Worten: »Der Einsatz sexueller Gewalt als Kriegstaktik ist unverzeihlich, und jedes Versäumnis, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, ist ein Versagen, unserer gemeinsamen Menschlichkeit gerecht zu werden.«

Der Text erschien auf Englisch zuerst beim Jewish News Syndicate. (Übersetzung von Alexander Gruber.)

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