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Weitere UNRWA-Mitarbeiter am Massaker am 7. Oktober beteiligt

Der damalige UNRWA-Chef Philippe Lazzarini hatte nach dem 7. Oktober 2023 alle Hände voll zu tun, seine Organisation gegen Terrorvorwürfe zu verteidigen. (© imago images/ZUMA Press Wire)
Der damalige UNRWA-Chef Philippe Lazzarini hatte nach dem 7. Oktober 2023 alle Hände voll zu tun, seine Organisation gegen Terrorvorwürfe zu verteidigen. (© imago images/ZUMA Press Wire)

Eine amerikanische Behörde identifizierte vier weitere UNRWA-Mitarbeiter, die unmittelbar an den Verbrechen der Hamas beteiligt waren.

Die US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) hat Hinweise auf vier weitere Mitarbeiter des Palästinenser-Flüchtlingshilfswerks UNRWA im Gazastreifen, die am Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen bzw. Mitglieder der Terrorgruppe sein sollen. Das gab das Büro des Generalinspektors von USAID am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Die Namen der vier Personen seien an das US-Außenministerium weitergeleitet worden, um sie von der Mitarbeit bei künftigen, von den USA finanzierten Hilfsorganisationen auszuschließen.

Bei den Männern handelt es USAID zufolge um drei von der UNRWA beschäftigte Lehrer und einen Sozialarbeiter. Ihnen wird vorgeworfen, sich an der Bewachung von aus Israel verschleppten Geiseln beteiligt zu haben oder an anderen Terroraktivitäten in Israel mitgewirkt zu haben. Die Ermittlungen von USAID hätten dazu geführt, dass insgesamt »gegen sieben Personen, die an den Terroranschlägen vom 7. Oktober beteiligt waren, sowie gegen 14 Personen mit Verbindungen zur Hamas Maßnahmen zur Suspendierung und zum Ausschluss [von US-Hilfsorganisationen] eingeleitet wurden.«

Weißwaschung

Nach den blutigen Ereignissen am 7. Oktober war die UNRWA mit einer Vielzahl an Vorwürfen über die Mitwirkung von UNRWA-Mitarbeitern an den Verbrechen konfrontiert. Rund ein Dutzend Staaten setzte daraufhin vorübergehend die Finanzierung des Hilfswerks aus. Eine von UNRWA eingesetzte Kommission sprach die Organisation vom Vorwurf frei, nicht genug unternommen zu haben, um ihre Neutralitätspflicht zu erfüllen.

Die Arbeit der Kommission stellte aber kaum mehr als eine Pflichtübung dar, mit der gewährleistet werden sollte, dass die Geldflüsse an die UNRWA wieder aufgenommen werden. Sowohl die Auswahl der Kommissionsmitglieder als auch deren äußerst beschränkter Arbeitsauftrag sollten das eindeutig erwünschte Ergebnis der Untersuchung sicherstellen. Mit konkreten Vorwürfen gegen einzelne Personen beschäftigte sich die Kommission gar nicht. Letztlich ging es, wie Florian Markl damals analysierte, um nichts anderes als eine »Weißwaschung der UNRWA«.

Mit der Entlassung von neun UNRWA-Mitarbeitern, deren unmittelbare Beteiligung an den Verbrechen des 7. Oktobers nicht geleugnet werden konnte, sollte im August 2024 der Prozess der Rehabilitierung des ramponierten Images des Hilfswerks abgeschlossen werden.

Problem bei Weitem nicht gelöst

Das Problem der vielfältigen Terrorverbindungen des UNRWA war damit freilich noch lange nicht gelöst, wie eine israelische Untersuchung auf Basis umfangreichen Quellenmaterials (darunter zahlreiche Dokumente der Hamas) feststellte. In dem Bericht vom April 2025 war zu lesen: »Von den 12.521 UNRWA-Mitarbeitern im Gazastreifen sind mindestens 1.462 (zwölf Prozent) Mitglieder der Hamas oder anderer als terroristisch eingestufter Organisationen.«

Als besonders dramatisch bewertet wurde die Lage in den von der UNRWA betriebenen Bildungseinrichtungen, in denen der überwiegende Teil der Mitarbeiter der Organisation beschäftigt ist und die den größten Brocken des UNRWA-Budgets im Gazastreifen ausmachen: »Von den 546 Schulleitern und stellvertretenden Schulleitern in den Bildungseinrichtungen der UNRWA sind mindestens 80 (15 Prozent) Mitglieder terroristischer Organisationen.«

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