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Die Universität Edinburgh beauftragt und bezahlt Hamas-Lobbyisten (Teil 2)

Mehr als Floskeln in Sachen Antisemitismus kommen von der Universität Edinburgh nicht
Mehr als Floskeln in Sachen Antisemitismus kommen von der Universität Edinburgh nicht (© Imago Images / Depositphotos)

Wenn ein Sprecher der Universität Edinburgh erklärt, auf dem Campus habe Judenhass keinen Platz, dann ist das angesichts des von ihr verantworteten antisemitischen Pamphlets nur ein schlechter Witz.

Fast alle der zwei Dutzend beteiligten Wissenschaftler hatten vor der Veröffentlichung des aktuellen Anti-Israel-Pamphlets bereits eine Resolution unterzeichnet, in der Wissenschaftler der Universität Edinburgh unter dem Schlagwort divestment (Deinvestition) einen Israelboykott fordern. Auch darin wird auf die Balfour-Deklaration Bezug genommen und Geschichtsklitterung betrieben:

»Als Mitarbeiter einer Institution, die ein direktes historisches Erbe kolonialer Enteignung in Palästina trägt – durch die Rolle unseres ehemaligen Kanzlers Arthur James Balfour mit seiner Erklärung zu Palästina, welche die Verweigerung des Rechts auf nationale Selbstbestimmung für die Palästinenser institutionalisierte und so ihre anhaltende Vertreibung, Enteignung und koloniale Unterwerfung ermöglichte –, fordern wir unsere Führung dringend auf, die Fehler unseres früheren Kanzlers und anderer institutioneller Persönlichkeiten, die unsere Universität in ein Erbe kolonialer und imperialer Enteignung und Sklaverei verstrickt haben, nicht zu wiederholen.«

Zu den Mitgliedern der Kommission zählen:

  • Zaki El-Salahi, auch er ein Hamas-Anhänger, deren Legalisierung er fordert: »Ich glaube nicht, dass es in Großbritannien ernsthafte Fortschritte geben wird, bis wir a) die Vorstellung von der Hamas als Terroristen aus unseren Köpfen verbannen und b) ihre Einstufung als solche aus dem britischen Recht streichen. Um gewalttätigen Extremismus wirklich zu verhindern, müssen wir unsere Herzen dekolonisieren.«
  • Roger Jeffery unterzeichnete rund zwei Wochen nach den Massakern vom 7. Oktober 2023 einen offenen Brief, in dem die »Apartheid-« und »Genozid«-Lüge gegen Israel in Stellung gebracht wurde und dem jüdischen Staat vorgeworfen wurde, eine »75 Jahre alte siederkolonialistische Besatzung« zu sein.
  • Nini Kerr beteiligte sich bei einem offenen Brief von Psychoanalytikern, in dem israelische Berufskollegen verurteilt werden, die den 7. Oktober 2023 »missbrauchen«, um die »Invasion Gaza zu rechtfertigen«.
  • Diana Paton unterschrieb 2009 eine Pro-Hamas-Resolution, in der es hieß: »Israel muss verlieren.« »Es reicht nicht aus, einen weiteren Waffenstillstand oder mehr humanitäre Hilfe zu fordern. Es reicht nicht aus, die Wiederaufnahme des Dialogs zu fordern und die Sorgen und das Leid beider Seiten anzuerkennen. Wenn wir an das Prinzip der demokratischen Selbstbestimmung glauben und das Recht auf Widerstand gegen militärische Aggression und koloniale Besatzung bekräftigen, dann sind wir verpflichtet, Partei zu ergreifen – gegen Israel und auf der Seite der Menschen im Gazastreifen und im Westjordanland. Wir müssen alles tun, um zu verhindern, dass Israel seinen Krieg gewinnt.«

Korrespondenz mit der Universität

Ich wende mich ein zweites Mal an die Universität Edinburgh:

»Der REWG-Bericht ist sehr voreingenommen und einseitig gegenüber Israel und den Juden. Während die Juden im Mandatsgebiet Palästina für die ›siedlerkolonialisierte Enteignung und Entmenschlichung in Palästina‹ verantwortlich gemacht werden – ein Prozess, der angeblich mit der Balfour-Deklaration 1917 begann –, schweigt er sich völlig über die arabischen Pogrome gegen Juden in Palästina (1920, 1921, 1929, 1936–1939) aus. Der Krieg von 1948, der von sieben Armeen begonnen wurde, die in den entstehenden Staat Israel einmarschierten, wird als ein von Juden an Palästinensern verübtes Verbrechen dargestellt.

Israel ist für die Autoren nichts anderes als ›Staatsrassismus‹ und ›ein Regime kolonialer Enteignung‹. Mit der Behauptung, die Balfour-Deklaration habe ›koloniales und imperiales Unheil‹ ›institutionalisiert‹, sagen sie in Wirklichkeit, es wäre besser gewesen, wäre eine jüdische nationale Heimstätte – in welcher Form und mit welchen Grenzen auch immer – nie entstanden. Sie stimmen also mit den radikalsten antiisraelischen Fraktionen wie der PFLP, der Hamas und dem Regime in Teheran überein.

Ebenso verunglimpfen sie die IHRA-Definition von Antisemitismus als böswillige Verschwörung zum Schutz der ›siedlerkolonialen Enteignung durch staatlichen Rassismus‹. Natürlich müssen sie die IHRA-Definition angreifen, denn dieser Definition zufolge stellt die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts des jüdischen Volks, zum Beispiel durch die Behauptung, die Existenz eines Staates Israel sei ein rassistisches Unterfangen, Antisemitismus dar. Daher ist das gesamte der Universität Edinburgh vorgelegte Dokument ohne jeden Zweifel antisemitisch.«

Meine Frage »Ist die Universität Edinburgh besorgt über ihre Verbindungen zu Radikalen und antijüdischen Verleumdungen?« wurde von einem Sprecher der Universität ausweichend beantwortet: 

»Der Race Review ist eine unabhängige, wissenschaftlich geleitete Untersuchung der Verbindungen der Universität zu Versklavung und Kolonialismus. Aufgrund des wachsenden Interesses an der Kolonialgeschichte des Nahen Ostens wurde 2024 beschlossen, die historischen Verbindungen der Universität zu dieser Region, insbesondere zu Arthur Balfour, in die Studie aufzunehmen. 

Als forschungsintensive Universität fördern wir weiterhin ein Umfeld, in dem Forschende frei forschen, hinterfragen, kritisch denken und sich in ihrer Arbeit mit unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen können. Der Review berücksichtigt eine Reihe von Ansichten der akademischen Forscher und Mitglieder unserer Gemeinschaft. Alle Empfehlungen des Reviews werden von einer Response Group objektiv und unter Berücksichtigung unserer vielfältigen Gemeinschaft geprüft.«

Eine typische Nicht-Antwort. Im Klartext: Es gibt verschiedene Meinungen und nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Am Ende wird vielleicht alles etwas abgeschwächt. 

Das aber kann überhaupt nicht beruhigen. Die Universität Edinburgh beauftragt und bezahlt Hamas-Lobbyisten. Sie hat eine Gruppe von erklärten Israelhassern, von denen mehrere offen für die auch in Großbritannien verboteneTerrororganisation Hamas Partei ergreifen, welche die genozidalen Massaker des 7. Oktober verübt hat, beauftragt und bezahlt, um ein durch und durch antisemitisches Dokument zu verfassen, das dem Staat Israel jegliche Existenzberechtigung abspricht und die Juden für alles Unheil verantwortlich macht – wenn nicht auf der Welt, so doch zumindest im Nahen Osten. 

Die Universität Edinburgh hat sich damit zum Helfershelfer der Terroristen gemacht. Wenn ein Sprecher der Universität erklärt, sie sei sich »darüber im Klaren, dass Antisemitismus auf unserem Campus keinen Platz hat« und würde sich dafür »einsetzen, ihn umfassend, effektiv und inklusiv zu bekämpfen«, dann ist das im Angesicht der Tatsache dieses von ihr verantworteten antisemitischen Pamphlets nur ein schlechter Witz.

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