Tunesische Ennahda-Partei hat Vernichtung Israels zum Ziel

Ennahda-Gründer Rached Ghannouchi

Die Ennahda mag das Ergebnis der tunesischen Wahlen, durch die sie entmachtet wurde, anerkannt haben, doch lehnte sich ihr Parteitag im vergangenen Jahr an das Drehbuch des Begründers der Muslimbruderschaft Hasan al-Banna an und betonte die Notwendigkeit, die Gesellschaft durch muslimische Bildungsarbeit allmählich zu islamisieren. Al-Banna akzeptierte zwar die Teilnahme an Wahlen, lehrte aber, dass die Bildungsarbeit für die Islamisierung entscheidend sei. ‚Es handelt sich nicht um eine Abkehr [vom bisherigen Weg], sondern um eine takhassus (Spezialisierung)’, erklärte Farida Laabidi, die dem Vorstand der Ennahda und dem tunesischen Parlament angehört, der Washington Post im Mai 2016. ‚Unser Bezugspunkte sind weiterhin islamisch, aber es macht keinen Sinn, dass wir alles unternehmen, von der tarbiya (religiösen Bildung) bis zur Wirtschaftspolitik.’ Viele Tunesier seien mit dem Islam nicht vertraut und religiöse Bildung sei von entscheidender Bedeutung, wolle man Tunesien islamisieren, erklärte der Gründer der Ennahda, Rached Ghannouchi 2012.

[Abdelkarim] Al-Harouni, [der Präsident des Shura-Rates der Ennahda] hat die antiisraelische Politik Ghannouchis öffentlich bekräftigt. ‚Unsere Statuten drängen uns dazu, uns weltweit für Gerechtigkeit einzusetzen, zuallererst in Palästina’, erklärte Al-Harouni bei einem Kundgebung der Ennahda am 7. November 2015 in Tunis. ‚Von Tunesien ist außer Unterstützung des Widerstands und der Intifada nichts zu erwarten. Eine Normalisierung der Beziehungen zum zionistischen Gebilde wird es nicht geben. Wir normalisieren keine Tyrannen, Besatzer, Putschisten und Terroristen. … Die Befreiung Palästinas wird durch die Befreiung der arabischen Welt erlangt und die … in Tunesien begonnene Revolution kann nur in der Heiligen Stadt Jerusalem vollendet werden.’ Mit ‚Widerstand’ ist meist Gewalt gemeint. Die Hamas ist beispielsweise eine gewalttätige Terrororganisation. Ihr Name ist ein Akronym, das für ‚Islamische Widerstandsbewegung’ steht. (…) Während des Krieges zwischen der Hamas und Israel im Juli 2014 rief Ghannouchi, der Gründer der Ennahda, internationale Organisationen und ‚Unterstützer der Gerechtigkeit und Fairness in der Welt’ dazu auf, die Hamas zu unterstützen. Im folgenden Monat veröffentlichte Ghannouchi ein Foto, das ihn mit dem damaligen Anführer der Hamas Khaled Meshaal zusammen zeigte, und erklärte erneut seine Solidarität mit den Palästinensern. (…)

Im Jahr 1990 propagierte Ghannouchi auf einer Konferenz in Teheran die ‚Vernichtung der Juden’. Zudem berief er sich auf Ayatollah Khameneis ‚Aufruf zum Dschihad’ gegen Amerika, den ‚großen Satan’. ‚Die Verbündeten des Zionismus sind die Verbündeten Satans’, erklärte er. Die Obama-Administration hob im Herbst 2011 das US-amerikanische Einreiseverbot gegen Ghannouchi auf, obwohl es reichlich Beweise dafür gab, dass er weiterhin den Terrorismus unterstützt. Im Mai 2011 hatte Ghannouchi sich auf die Vorhersage Yassins berufen, dass Israel spätestens 2027 ausgelöscht würde. ‚Ich sage, dass dieser Zeitpunkt noch weit weg sein mag’, erklärte er der katarischen Zeitung Al-Arab gegenüber. ‚Vielleicht wird Israel aber auch schon eher verschwinden.’“ (John Rossomando: „Federally-Funded US Institute for Peace Hosts Pro-Hamas Tunisian Group“)

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