Türkei errichtet Einflusszone in syrischer Provinz Idlib

„Die Türkei marschierte im vergangenen Oktober in Idlib ein, vermeintlich, um mit al-Qaeda verbundene Terroristen zu vertreiben. Allerdings erklärten Experten damals MEE gegenüber, es handele sich um einen Versuch Ankaras, sich eine Einflusssphäre zu sichern, ehe die ernsthaften Verhandlungen über ein Ende des Kriegs beginnen würden. In Idlib kann die Türkei die Kurden im Norden Syriens daran hindern, sich einen ungehinderten Weg ans Mittelmeer zu sichern. In diesem Zusammenhang sprach Präsident Recep Tayyip Erdogan zu Beginn der von der Freien Syrischen Armee angeführten Offensive von einem ‚Terrorkorridor‘.

Seitdem hat Erdogan erklärt, neben der türkischen Operation Olivenzweig in Afrin stehe auch die in Idlib mit einer künftigen Rückkehr der 3,5 Millionen syrischen Flüchtlinge in Zusammenhang. ‚Wir werden die Afrinfrage lösen, und die Idlibfrage, und wir wollen, dass unsere geflüchteten Brüder und Schwestern in ihr Land zurückkehren‘, wurde er im Februar im Daily Sabah zitiert. Seit Oktober hat die Türkei um die Provinz herum sechs Beobachtungsposten errichtet. Bewohner berichten allerdings, Ankara habe in dem Gebiet weit mehr getan. ‚Sie sind dabei, ein türkisches Reich im Norden Syriens zu errichten, dass sie politisch, wirtschaftlich und militärisch kontrollieren können‘, so Ahmad.“ (Bericht auf Middle East Eye: „Idlib, the Syrian ‚death trap‘ now under Turkish protection“)

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