Die umjubelte Palästinenserin Ahed Tamimi wünscht sich nicht weniger als einen Dritten Weltkrieg und die Vernichtung der gesamten Welt.
Vor einigen Jahren avancierte ein junges Mädchen zum Poster-Girl des palästinensischen Kampfs gegen Israel: Ahed Tamini stammt aus einer Familie, die sich voll und ganz der palästinensischen Sache verschrieben hat.
Ein Mitglied der Familie, Ahlam Tamimi, war unmittelbar an einem Selbstmordattentat in Israel beteiligt gewesen: Am 9. August 2001 fuhr sie den Attentäter zu einer Pizzeria in Jerusalem, wo der Terrorist die Bombe zündete und damit einen der verheerendsten Anschläge der sogenannten zweiten Intifada beging: 130 israelische Zivilisten wurden verletzt und fünfzehn getötet, unter ihnen sieben Kinder und eine Schwangere.
Ahlam Tamimi wurde zu sechzehn Mal lebenslänglich verurteilt, kam jedoch im Oktober 2011 im Austausch gegen den von der Hamas entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit frei. Obwohl die USA auf ihre Auslieferung drängen, lebt sie heute unbehelligt in Jordanien – und ist nach wie stolz auf ihren Beitrag zum Sbarro-Massaker.
Ein anderes Familienmitglied war 1993 an der Entführung, Ermordung und Verbrennung der Leiche eines israelischen Siedlers beteiligt gewesen.
Die eigentliche Spezialität der Tamimi-Familie war aber, ihre teils noch sehr jungen Kinder Konfrontationen mit israelischen Soldaten provozieren zu lassen, um etwaige Reaktionen der Israelis auf Videos festzuhalten und sodann als angebliche Belege für israelische »Verbrechen an Kindern« zu verbreiten.
Die Verbindung der vermeintlichen Unschuld kleiner Kinder, die in Wahrheit von ihren Eltern für pure Propaganda missbraucht werden, mit den Bildern der Soldaten passten gut zu dem Narrativ, das etliche Journalisten über den palästinensisch-israelischen Konflikt verbreiten wollten. So hatte Janna Tamimi ihren ersten Videoauftritt, als sie kaum mehr als fünf Jahre alt sein konnte, als Zehnjährige wurde sie sodann von willfährigen Journalisten zur »Internet-Sensation« ernannt und als »jüngste Journalistin« Palästinas präsentiert.
Erfolgskonzept
Der unbestrittene Star der Familie war aber die eingangs erwähnte Ahed Tamimi. International bekannt wurde sie, als sie im Alter von zwölf Jahren – selbstverständlich vor laufenden Kameras – israelische Soldaten angriff und dafür von internationalen Medien als »junges Gesicht des palästinensischen Widerstands« gefeiert wurde. Mit fünfzehn biss sie, vor laufenden Kameras versteht sich, einem israelischen Soldaten in die Hand, mit siebzehn trat und schlug sie einen anderen Soldaten.
Die Resonanz auf die inszenierten Konfrontationen zeigte, wie erfolgreich das Konzept »Kinder vor an die Front« war: Ahed Tamimi wurde beispielsweise vom Fußballclub Real Madrid eingeladen und bekam ein Trikot des Teams mit ihrem Namen überreicht; Amnesty International startete für Janna Tamimi eine Briefkampagne, in der behauptet wurde, das Mädchen werde von Israel »diskriminiert« und wegen ihrer angeblich politischen Arbeit schikaniert.
Gewalt- und Vernichtungsfantasien
Typischerweise interessierte sich all die Jahre kaum jemand dafür, welches Gedankengut die Kindersoldaten bei ihren Angriffen auf israelische Soldaten antrieb. Und das, obwohl insbesondere Ahed Tamimi daraus überhaupt kein Geheimnis machte. So erklärte sie 2018, ihr Ziel sei es, »die Besatzung, alles davon, die große Siedlung Israel zu beenden«.
Im selben Jahr bekannte sie, »für die Befreiung Palästinas in seiner Gesamtheit« zu kämpfen und erklärte:
»Ich habe gelobt, den Weg der Märtyrer weiter zu gehen. Für die Befreiung Palästinas bin ich bereit, weiterhin Opfer zu bringen, ja, sogar mein Leben zu opfern.«
In einem Instagram-Posting drückte sie sich noch deutlicher aus:
»Wir werden Euch abschlachten. Wir warten auf Euch in allen Städten des Westjordanlands. Was Hitler Euch angetan hat, wird dagegen ein Witz gewesen sein. Wir werden Euer Blut trinken und Eure Schädel essen.«
Jetzt meldete Ahed sich erneut zu Wort und stellte unter Beweis, dass ihre beinahe psychopathischen Gewalt- und Vernichtungsfantasien sich über die Jahre nicht etwa abgeschwächt, sondern an Monstrosität eher noch zugenommen haben: In einem Podcast bekannte sie am 8. August, seit ihrer Kindheit davon überzeugt zu sein, dass es zwischen Judentum und Zionismus keinen Unterschied gebe. »Wir kämpfen gegen die Juden, nicht gegen den Zionismus«, so Tamimi. Die ganze Welt müsse »das Maul halten«, wenn ein Palästinenser spreche, denn »wir sind der gesamten Welt überlegen, weil wir die einzigen sind, die Ungerechtigkeit bekämpfen«.
»Ich bin an einen Punkt gelangt, an dem ich mir einen Dritten Weltkrieg wünsche. Wer stirbt, der stirbt; wer lebt, der lebt. Wichtig ist, dass all das vorbei sein wird. (…) Lasst die ganze Welt zerstört sein, mich kümmert das nicht. Lasst sie Atombomben abwerfen und die ganze Welt zerstören, damit nicht nur die Palästinenser [tot sind].«
Die Welt müsse den Palästinensern Hilfe leisten, werde dafür aber keinen Dank erhalten, weil sie am Elend der Palästinenser schuld sei.
Blanker Antisemitismus und unfassbar selbstgerechtes Opfergehabe, gepaart mit umfassenden Vernichtungsfantasien, treiben Ahed Tamimi an. Und wie fast immer, wenn Palästinenser dieser Sorte darüber sprechen, was sie zur Gewalt gegen Israel motiviert, werden Tamimis Ausführungen im Westen beharrlich ignoriert – bis sie bei nächster Gelegenheit wieder als »Ikone des palästinensischen Widerstands« herumgereicht wird.





