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Syrien: Neue Verhandlungen zwischen Kurden und Zentralregierung

Im März 2025 unterzeichneten SDF-Kommandant Mazloum Abdi (li.) und Interimspräsident Ahmed al-Sharaa ein Abkommen über die Integration der SDF in die syrische Armee. (© imago images/UPI Photo)
Im März 2025 unterzeichneten SDF-Kommandant Mazloum Abdi (li.) und Interimspräsident Ahmed al-Sharaa ein Abkommen über die Integration der SDF in die syrische Armee. (© imago images/UPI Photo)

Laut den Kurden könne die Zukunft Syriens nicht in einem erneuerten Zentralismus mit islamistischem Anstrich bestehen.

Die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben laut einem Bericht des kurdischen Senders Rudaw bekannt gegeben, dass eine hochrangige Delegation unter der Leitung ihres Oberkommandierenden Mazloum Abdi zu Gesprächen mit Vertretern der syrischen Regierung in Damaskus eingetroffen ist. Im Mittelpunkt der laufenden Verhandlungen steht die militärische Integration der SDF in die staatlichen Strukturen.

Der Delegation sollen neben Abdi auch die SDF-Kommandeure Sipan Hamo sowie Sozdar Derik angehören, eine führende Vertreterin der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ). Unklar bleibt, ob auch Interimspräsident Ahmed al-Sharaa an den Gesprächen teilnimmt.

Die beiden Seiten beraten über die Umsetzung eines im März geschlossenen Abkommens, das die Eingliederung der SDF und der kurdisch geführten Selbstverwaltung im Nordosten Syriens (Rojava) in staatliche Institutionen vorsieht. Vertreter der Rojava-Delegation äußerten vorsichtigen Optimismus und rechnen mit einem möglichen Durchbruch in den Verhandlungen im Lauf der kommenden Monate.

Kein erneuerter Zentralismus

Allerdings bestehen weiterhin erhebliche Differenzen: Während die Regierung in Damaskus eine individuelle Eingliederung der SDF-Kämpfer in die reguläre Armee anstrebt, beharren die SDF auf dem Erhalt ihrer Strukturen als geschlossene Einheiten in ihren bisherigen Gebieten. Nach Angaben von Abdulkarim Omer, dem Vertreter Rojavas in Damaskus, sind die Gespräche von »Herausforderungen und Hürden« geprägt, aber er rechnet dennoch mit Fortschritten. Diskutiert werden sollen neben der militärischen Integration auch Fragen der inneren Sicherheit, der Kontrolle über Ölressourcen sowie Grenzübergänge.

Omer betonte, dass Rojava eine Rückkehr zu einem zentralistischen Regierungssystem ablehne und warnte vor einer Wiedererrichtung autoritärer Strukturen ähnlich jenen unter dem früheren Assad-Regime, wenn auch mit einem islamistischen Anstrich. Das seit etwas, was »das syrische Volk niemals akzeptieren wird«. Die internationale Gemeinschaft und das syrische Volk seien sich einig in der Überzeugung, dass der Schlüssel für die Zukunft Syriens in einer Abkehr vom zentralistischen System bestehe.

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