Die Zeitung verschwieg, dass der Al-Jazeera-Journalist Al-Sharif blutigen Terror bejubelte und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober feierte.
Sehr geehrte Standard-Redaktion,
mit steigender Verwunderung habe ich im Standard den Artikel »Tötung von Journalisten wirft Fragen auf« gelesen. Maria Sterkl und Hanna Krause wollen darin »zentrale Fragen« zum Fall des Al-Jazeera-Journalisten Anas Al-Sharif beantworten, der am Sonntag bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen getötet wurde.
Sterkl und Krause schreiben, dass israelische Vorwürfe bezüglich einer Hamas-Mitgliedschaft Al-Sharifs »nicht verifiziert« werden könnten. Nun kann man darüber diskutieren, wie beweiskräftig die von Israel vorgelegten Dokumente der Hamas sind, in denen Al-Sharif offenbar als Mitglied des »Bataillons Jabaliya Ost« der Hamas angeführt und als »Soldat« bezeichnet wird.
Mehr als erstaunlich ist aber, worauf Sterkl und Krause in ihrem ganzseitigen Artikel nicht eingehen: Sie erwähnen zwar Al-Sharifs Nutzung sozialer Medien, »um von der Lage vor Ort zu berichten«, aber mit keinem Wort erwähnen sie, dass der »Journalist« Al-Sharif in Tausenden Postings u.a.
- Selfies mit Yayha Sinwar, dem Organisator des Hamas-Massakers in Israel am 7. Oktober 2023, und anderen Hamas-Führern wie Fathi Hamad und Mahmoud Al Zahar gepostet hat;
- dass er Fotos von sich mit Hamas- und Islamischer-Dschihad-Terroristen veröffentlicht hat, deren Tod er betrauerte und die er für ihre mörderischen Terroranschläge als »Helden« gepriesen hat;
- dass er Fotos gepostet hat, die ihn als strahlenden Teilnehmer an Hamas-Massenkundgebungen zeigen und die er mit dem Text versehen hat: »Grüne Paraden stehen bereit, um von Gaza, der Westbank und den Gefängnissen der Gefangenen aus mit Allahs Hilfe in Jerusalem zusammenzukommen.« (Grün ist die Farbe der Hamas.)
- dass er in Postings Israelis als »Schweine« bezeichnet hat; und
- dass er in mehreren Postings das Massaker am 7. Oktober 2023 bejubelt hat. Während die Hamas-Mördertrupps noch Israelis massakrierten, verstümmelten, vergewaltigten und verschleppten schrieb er: »9 Stunden und die Helden streifen immer noch durch das Land und nehmen Gefangene. Gott, Gott, wie groß bist du?« und »Es ist ein Kampf, ein Kampf um Sieg und Märtyrertod«.
Auf all das mit keinem Wort einzugehen, obwohl man vorgibt, »zentrale Fragen« zu Al-Sharif zu beantworten, ist eine Fehlleistung der Sonderklasse. Falter-Chefredakteur Florian Klenk ist zuzustimmen, wenn er in einem Posting auf Facebook schreibt: »Wer diese Fakten verschweigt, um ein einfaches Opfer-Narrativ aufrechtzuerhalten, (…) betreibt einseitige Propaganda.«
Mit freundlichen Grüßen,
Florian Markl






