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Saudi-Arabien warnt USA vor iranischen Angriffen 

US-Präsident Joe Biden mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman
US-Präsident Joe Biden mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (© Imago Images / ZUMA Wire)

Das saudische Königshaus geht davon aus, dass der Iran in Kürze Ziele in Saudi-Arabien und der Region Irakisch-Kurdistan angreifen könnte.

Laut einem Bericht des Wall Street Journals hat Saudi-Arabien die USA kürzlich vor einem bevorstehenden Angriff des Irans auf Ziele im Golfkönigreich selbst sowie in der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan Erbil im Irak gewarnt. Dem Bericht zufolge haben das US-Militär und andere Streitkräfte im Nahen Osten als Reaktion auf die Benachrichtigung ihre Alarmstufe erhöht.

Das Weiße Haus in Washington erklärte, die USA seien beunruhigt über die möglichen Angriffe und bereit, darauf zu reagieren. »Wir sind besorgt über die Bedrohungslage und stehen über militärische und nachrichtendienstliche Kanäle in ständigem Kontakt mit den Saudis«, sagte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats und fügte hinzu: »Wir werden nicht zögern, zur Verteidigung unserer Interessen und Partner in der Region zu handeln.«

Während ungenannt bleibende US-Verteidigungsbeamte den Bericht gegenüber CNN und anderen amerikanischen Nachrichtensendern bestätigten, vermuten Experten, die geplanten Anschläge sollen von den Protesten ablenken, die in den letzten Wochen den Iran erschüttert haben. So hat der Iran Saudi-Arabien, die USA und Israel für die anhaltenden Proteste im Land verantwortlich gemacht.

So warnte der IRGC-Oberbefehlshaber Hossein Salami die saudische Führung am 20. Oktober davor, sich auf Israel zu verlassen, und sprach von »Glaspalästen« der saudischen Führung. »Dies ist unsere Warnung. Euer Haus ist das einer Spinne [d. h. zerbrechlich]. Ihr habt euch auf Israel verlassen, das am Rande des Zusammenbruchs steht, und das ist euer Schicksal«, sagte der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Kurz nach Beginn der Proteste hatte das Islamische Korps der Revolutionsgarden (IRGC) bereits eine Reihe von Angriffen auf kurdische Milizen in der Autonomen Region Kurdistan im Irak gestartet, und zwar unter dem Vorwand, die dort stationierten kurdischen Oppositionellen würden Unruhe und Chaos im Iran stiften.

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