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Russland erhebt moderne Ritualmordanklage gegen Israel

Russische Kriegspropaganda »Z« auf dem Oleg-Tabakov-Theater in Moskau
Russische Kriegspropaganda »Z« auf dem Oleg-Tabakov-Theater in Moskau (© Imago Images / ZUMA Press)

In Berichten heißt es, die ukrainischen Streitkräfte würden Kriegsopfern und Kriegsgefangenen Organe entnehmen und sie an führende Organtransplantationszentren wie Israel weiterleiten.

In einem Interview mit der russischen Zeitung Moskovskij Komsomolets behauptete der pensionierte Generalmajor der Polizei und ehemalige Leiter des russischen Zentralbüros von Interpol, Wladimir Owtschinski, der Krieg in der Ukraine sei ein äußerst profitables Schlachtfeld für »Schwarzmarkt-Transplantationen« geworden sei.

In dem von mehreren russischen Medien aufgegriffenen Bericht, behauptete Owtschinski, die ukrainischen Streitkräfte handelten mit menschlichen Organen von Kriegstoten und -verwundeten, von noch lebenden russischen Kriegsgefangenen und sogar von ukrainischen Zivilisten, die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

»Israel ist führend auf dem Gebiet innovativer medizinischer Techniken, die in der ganzen Welt eingesetzt werden. In den Kliniken dieses Landes werden erfolgreich Organtransplantationen durchgeführt«, sagte der ehemalige Berater des russischen Innenministers und fügte hinzu, seit Beginn der russischen Invasion seien große Mengen an medizinischer Ausrüstung, darunter auch Container für den Transport menschlicher Organe, in die Ukraine geschickt worden.

Auf die Frage, was mit den Leichen gemacht würde, antwortete er: »Sie verbrennen sie wie in Auschwitz oder Dachau, schließlich sind sie Erben von Hitler. Es gibt auch Informationen über mobile Krematorien, in denen die Überreste von Menschen verbrannt werden, denen Organe entnommen wurden.«

Ovchinsky erklärte, es gebe allen Grund zu der Annahme, dass in der Ukraine unter dem Deckmantel internationaler humanitärer Organisationen ganze Netzwerke von Schwarzmarkt-Medizinunternehmen florieren. Die illegale Entnahme menschlicher Organe unter der Schirmherrschaft des ukrainischen Sicherheitsdienstes und der ukrainischen Streitkräfte sei bereits 2014 während des Bürgerkriegs im Donbas dokumentiert worden, schloss der russische Sicherheitsbeamte seine Ausführungen.

Das israelische Außenministerium erklärte in einer Reaktion, es betrachte die Versuche, »Israel mit solchen unbegründeten Vorwürfen von Gräueltaten zu verunglimpfen, als sehr schwerwiegend. Die israelische Botschaft in Moskau wird die Angelegenheit bei den zuständigen Beamten der russischen Regierung zur Sprache bringen. Das Ministerium hat die Angelegenheit vor den russischen Botschafter gebracht.«

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