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Iran räumt Luftwaffenstützpunkt in Syrien

Der syrische Luftwaffenstützpunkt T4
Der syrische Luftwaffenstützpunkt T4 (Quelle: Bellingcat)

Laut Zeitungsberichten von al-Araby al-Jadeed hat Russland erfolgreich Druck auf den Iran ausgeübt, sich von der T4-Luftwaffenbasis in der syrischen Region Homs zurückzuziehen.

The Syrian Observer

Offenbar ist es Russland am Montag gelungen, den Iran zum Abzug vom Luftwaffenstützpunkt T4 im syrischen Gouvernement Homs zu bewegen. Dies geschah nach monatelangen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Seiten.

Mittlerweile drangen Informationen an die Öffentlichkeit, wonach die iranischen Revolutionsgarden schweres Gerät abziehen, um den Flughafen zu evakuieren, der als strategischer Standort für iranische Einsätze in Syrien diente.

Während der Streit zwischen Russland und dem Iran um die Kontrolle des Luftwaffenstützpunkts T4 nicht neu ist, schien es, dass Moskau bei seinem Vorhaben, die iranischen Streitkräfte zum Abzug zu bewegen, in letzter Zeit stark von den ständigen israelischen Angriffen profitierte, .

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Es ist bemerkenswert, dass die Nachricht über den Beginn der Evakuierung des Flughafens mit dem Besuch einer russischen Delegation in Teheran zusammenfiel, zu der der russische Syriengesandte von Präsident Putin, Alexander Lawrentjew, der stellvertretende Außenminister Sergej Vershinin sowie mehrere Beamte des Verteidigungsministeriums gehörten.

Die russische und die iranische Seite erwähnten in den offiziellen Erklärungen zu diesem Besuch zwar nicht, dass die Frage des T4-Flughafens ganz oben auf der Tagesordnung stand.

Der Zeitpunkt des Besuchs und seine zeitliche Nähe zur Evakuierung legen aber die Vermutung nahe, dass Moskau mit Nachdruck eine Lösung dieser Frage anstrebte – ebenso wie die Tatsache, dass der Besuch in Teheran unmittelbar nach einer Visite der russischen Delegation in Damaskus stattfand.

Lawrentjew hatte in Damaskus auf eine Frage zu den andauernden israelischen Angriffen auf iranische Einrichtungen in Syrien geantwortet, dass Moskau sich bemühe, diese Angriffe zu beenden und eine Verständigung auf Grundlage der Achtung der syrischen Souveränität zu erreichen.

Er wies darauf hin, dass sein Land das Prinzip militärischer Antworten auf die israelischen Angriffe ablehne und erklärte, dass „niemand in Syrien einen neuen Krieg braucht“. Lawrentjew rief in diesem Zusammenhang auch zur „Kommunikation mit Israel“ auf.

Sofort nach diesen Erklärungen wurden in Moskau Hinweise publik, nach denen die russische Seite versucht, die Iraner unter dem Vorwand, sie seien ständigen israelischen Angriffen ausgesetzt, zur Evakuierung einiger von Teheran kontrollierter Anlagen in Syrien zu bewegen.

(Aus dem Artikel Russia and Iran ‘Understanding’ Leads to T4 Airbase Evacuation in Syria, der bei Syrian Observer erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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