Trotz der Zusage von Reformen sind Antisemitismus und Anstiftung zu Gewalttaten gegenüber Israel nach wie vor tief in den Schulbüchern der Palästinensischen Autonomiebehörde verankert.
Palästinensische Schulbücher sind nach wie vor voller Aufwiegelung gegen Juden und strotzen vor Antisemitismus und der Verherrlichung des »Märtyrertums«, was gegen frühere Reformversprechen gegenüber der Europäischen Union verstößt, wie eine im November veröffentlichte Studie feststellte.
Die Überprüfung des nationalen Lehrplans der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) für 2025/26 durch das in London ansässige Forschungsinstitut IMPACT-se kommt zu dem Ergebnis, dass die Schulbücher gegenüber den Vorjahren unverändert geblieben sind, was einen Verstoß gegen ein im letzten Jahr unterzeichnetes EU-Abkommen über die Fortsetzung der Finanzierung darstellt.
Die Untersuchung von rund 290 Lehr- und 71 Lehrerhandbüchern, die für den Unterricht von 1,3 Millionen Schülern verwendet werden, ergab, dass der Antisemitismus nach wie vor ein »zentrales Merkmal« des Lehrplans ist, in dem Juden als betrügerische, manipulative oder von Natur aus korrupte Feinde des Islams dargestellt werden.
Vorbild Märtyrer
Ein im Bericht zitierter Lehrerleitfaden für die 7. Klasse beschreibt, wie Israelis palästinensischen Kindern vor den Augen ihrer Mütter den Kopf einschlagen und Frauen wegen ihres Schmucks verstümmeln. Zusätzlich weist der Leitfaden die Schüler an, die beschriebenen Ereignisse in Zeichnungen visuell nachzustellen. Gewalt und Terrorismus werden direkt verherrlicht, so das Ergebnis der Untersuchung, wobei Palästinenser, die Israelis getötet haben, als »Märtyrer« und Vorbilder für die Jugend gepriesen werden. Erstklässler lernen das arabische Wort für »Märtyrer« als eines ihrer ersten Wörter bei Rechtschreibübungen.
Ein Lehrbuch für die 12. Klasse enthält ein Gedicht, das die Schüler dazu auffordert, in israelische Städte »zurückzukehren«, wobei emotionale Verse verwendet werden, die an die von der Hamas angeführten Angriffe auf den Süden Israels am 7. Oktober 2023 erinnern. Die Studie bestätigte auch, dass der Staat Israel nach wie vor sowohl aus Karten als auch aus Texten getilgt wurde, seine Existenz als »unvereinbar mit Gerechtigkeit« beschrieben wird und Israelis routinemäßig entmenschlicht werden.
»Selbst die im Lehrplan verwendeten Übungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Grammatik sind darauf ausgelegt, Gewalt zu normalisieren und Entmenschlichung zu fördern«, so IMPACT-se.
Nicht erfüllt
Im vergangenen Jahr unterzeichnete die in Ramallah ansässige Palästinensische Autonomiebehörde eine Vereinbarung mit der EU, ihrem größten internationalen Geldgeber, Inhalte solcher Art aus ihrem Lehrplan zu entfernen. Auch die Vereinigten Staaten stellen seit Langem ähnliche Forderungen.
»Unser umfassender Bericht deckt eine erschreckende und beunruhigende Realität auf: Virulenter Antisemitismus, die Verherrlichung des Dschihads und die Aufstachelung zu Gewalt sind nach wie vor tief in allen Klassenstufen der Lehrbücher der Palästinensischen Autonomiebehörde verankert«, konstatierte IMPACT-se-Vorsitzender Marcus Sheff. »Die offensichtliche Schlussfolgerung dieses Berichts ist, dass ohne eine längst überfällige, tiefgreifende und nachhaltige Intervention der internationalen Gemeinschaft die systematische Indoktrinierung der Palästinenser durch extremistische Bildung weiterhin bestehen bleiben wird.«
Währenddessen bestätigte das israelische Außenministerium am Mittwoch, dass die Palästinensische Autonomiebehörde ihre langjährige Politik der finanziellen Unterstützung für Familien palästinensischer Terroristen, die Israelis töten, bekannt als »Pay for Slay«, fortsetzt, was zu einem Streitpunkt mit verschiedenen europäischen Ländern geworden ist. »Die Palästinensische Autonomiebehörde verfolgt eine Politik der Bezahlung von Terroristen, die Israelis töten«, schrieb das israelische Außenministerium auf X. »Diese Politik ist im Grunde genommen eine Ermutigung zum Terror. Dieses moralisch verwerfliche Verhalten muss ein Ende haben.«






