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„Gemäßigte Palästinenser“ feiern Judenmörder als Helden

Von Stefan Frank

Die Fatah von Mahmud Abbas, dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), feiert den Terroristen, der ein israelisches Baby ermordet hat, sowie einen Terroristen, der im Oktober zwei Kollegen an seinem Arbeitsplatz, einem Recyclingunternehmen, ermordet hatte.

Der 23-jährige Elektriker Ashraf Naalwa erschoss am 7. Oktober im Industriepark Barkan – der laut einem Bericht der New York Times bis dahin als „Symbol friedlicher Koexistenz“ galt – die 28 Jahre alte Sekretärin Kim Levengrond Yehezkel – Mutter eines 18 Monate alten Säuglings – und den 35-jährigen Buchhalter Ziv Hagbi. Der 29-jährige Saleh Omar Saleh Barghouti eröffnete am 9.Dezember in dem Dorf Ofra aus einem fahrenden Auto heraus das Feuer auf eine Gruppe israelischer Zivilisten, die am Straßenrand stand. Dabei wurden sieben Menschen angeschossen, eine von ihnen war Shira Ish-Ran, die in der 30. Woche schwanger war. Sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, wo die Ärzte einen Kaiserschnitt durchführen mussten, um das Baby auf die Welt zu holen, ehe sie die Mutter operieren konnten. Trotz intensiver medizinischer Bemühungen der Frühgeborenenstation des medizinischen Zentrums Shaare Zedek in Jerusalem starb das Baby vier Tage später.

Die Hamas hat die Morde und die Täter für sich reklamiert. Bei dem Versuch, die Täter zu verhaften, wurden diese am 12. Dezember von Sicherheitskräften getötet. Wie Palestinian Media Watch (PMW) berichtet, ehrt die Fatah nun auf Facebook beide Mörder als „Helden des Heimatlandes“, wünscht ihnen „Ewigkeit und Ruhm“ und preist ihr „reines Blut“ sowie ihre „reinen Seelen“. Der Text der Laudatio (übersetzt aus der englischen Übersetzung von PMW) lautet:

„Die heldenhaften Märtyrer (Schahids) des Heimatlandes zeichnen die Landkarte des Heimatlandes mit ihrem reinen Blut, auf dass Palästina frei und arabisch sein wird. Ewigkeit und Ehre sei Euch. Dann fiel er zu Boden, und sein Blut fing an, sich in alle Richtungen zu verteilen. Die Winde machten dem ein Ende, bis sein Blut sich unter seinem Körper gesammelt hatte, wie bei einer Person, die vor nicht mehr als drei Sekunden geboren wurde. Die Winde wehten einen Duft zu dem Ort, von dem man sagt, dass er so ist wie der Duft von Moschus – und das ist nicht überraschend, denn auf dem Boden liegt ein Märtyrer, der um seines Gottes und seines Landes wegen getötet wurde. Seine reine Seele ging zum Herrn des Himmels und der Erde, um die Freuden der kommenden Welt zu genießen, wo es keine Besatzung, Tyrannei oder Mord gibt. Selbst die Kugeln, die in seinen Körper eingedrungen waren, weigerten sich, ihn zu verlassen. Sie ließen sich in seinen warmen Adern nieder und müssen für immer bei ihm bleiben. Dies sind die Märtyrer von Palästina. Sie leben heute bei ihrem Gott. ‚Und sagt nicht von denen, die auf Allahs Weg getötet werden, sie seien tot! Nein! Vielmehr sind sie lebendig; aber ihr nehmt es nicht wahr.’ (Koran Sure 2, 54). Die Märtyrer Ashraf Na’alwa und Saleh Barghouti.“

Begleitet wird der Text von zahlreichen Fotos der beiden Mörder, denen das Emblem der Fatah zur Seite gestellt ist. Eine der Grafiken kombiniert ihre Porträts mit zwei winkenden Arafats und roten Farbtupfern, die Blut darstellen sollen. Die Familien der Mörder werden wie die Angehörigen aller getöteten Terroristen von der Palästinensischen Autonomiebehörde eine lebenslange Rente erhalten. Wie die israelische Nachrichtenwebsite Times of Israel berichtet, hat sich das Büro von PA-Präsident Mahmud Abbas unterdessen in einer Pressemitteilung „gegen Gewalt“ ausgesprochen, ohne auf die Terroranschläge einzugehen. „Das von der Politik der wiederholten Razzien in Städten geschaffene Klima, die Hetze gegen den [PA-]Präsidenten [Mahmud Abbas] und das Fehlen einer Aussicht auf Frieden hat zu einer inakzeptablen Serie von Gewalttaten geführt, die wir verurteilen und ablehnen, und für die beide Seiten den Preis bezahlen“, heißt es darin. Es sei die „stete Politik [von Abbas], Gewalt, Razzien und Siedlerterrorismus abzulehnen und die Notwendigkeit zu bekräftigen, die Hetze zu stoppen und keine Atmosphäre zu schaffen, die zu wachsenden Spannungen führt“.

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