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»Zionistische Juden töten«: Schütze von Minneapolis war Antisemit

Der Angreifer auf eine katholische Schule in Minnesota hinterließ zahlreiche antisemitische Botschaften
Der Angreifer auf eine katholische Schule in Minnesota hinterließ zahlreiche antisemitische Botschaften (© Imago Images / ABACAPRESS)

Der Attentäter, der in Minneapolis in einer katholischen Schule zwei Kinder tötete und siebzehn verletzte, hinterließ zahlreiche Videos und Tagebucheinträge mit antisemitischen Inhalten.

Im Zuge der bisherigen Ermittlungen zu Robin Westman, der am vergangenen Mittwoch in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota zwei Kinder der Annunciation Catholic School erschossen hatte, war, stellte sich heraus, dass der 32-Jährige von einem geradezu pathologischen Judenhass geprägt war. Seine zahlreichen Videos, die er auf YouTube veröffentlichte, aber auch sein Tagebuch belegen seinen Wunsch, Juden ermorden zu wollen, da »sechs Millionen nicht genug waren«, und seine Forderung, dass »Palästina befreit« werden müsse, wie die New York Post berichtete.

Die in kyrillischer Schrift verfassten Texte wurden von der Redaktion ins Englische übersetzt und teilweise veröffentlicht. »Würde ich einen rassistisch motivierten Angriff durchführen, dann höchstwahrscheinlich gegen dreckige zionistische Juden«, soll der Schütze, der sich den Berichten zufolge seit Jahren als Frau identifiziert, in seinem Tagebuch festgehalten haben, das laut New York Post »voller antisemitischer Beleidigungen« sei.

Wie die amerikanische Anti-Defamation League (ADL) erklärte, hätten ihre vorläufigen Untersuchungen »bestätigt, dass die Aufschriften auf den Waffen, die der Schütze bei dem Angriff verwendet hat, antisemitische und antiisraelische Bezüge enthalten«. Dazu gehörten »Lobeshymnen auf Massenmörder aus dem gesamten ideologischen Spektrum, darunter weiße Suprematisten, antimuslimische und regierungsfeindliche Extremisten« und »andere Schulschützen«.

Grauen und Entsetzen

Unter den siebzehn Verletzten sind vierzehn Kinder, von denen sich zwei in kritischem Zustand befinden, gab die Polizei an. Das Attentat fand »während eines Morgengottesdienstes zum Beginn des Schuljahres« statt.

Er sei »zutiefst erschüttert«, erklärte Seth Magaziner, ranghöchstes Mitglied des Unterausschusses für Terrorismusbekämpfung, Nachrichtendienst und Strafverfolgung des Ausschusses für innere Sicherheit des Repräsentantenhauses. »Das ist weder normal noch unvermeidlich. Wir haben die Macht und die Verantwortung, solche schrecklichen Gewalttaten zu verhindern. Wir müssen der Waffengewalt ein Ende setzen.«

Für Jacob Frey, Bürgermeister von Minneapolis, gibt »es keine Worte, die das Grauen und die Tragödie dieser unaussprechlichen bösen Tat in der Annunciation Catholic Church beschreiben können. Kinder wurden getötet, weitere sind verletzt, und unsere Gemeinde ist erschüttert. Im Moment muss unsere ganze Stadt diese Familien mit Liebe und Unterstützung umgeben.« Sein Polizeichef Brian O’Hara sieht »unsere gesamte Gemeinde durch diesen Angriff traumatisiert. Unsere Herzen sind gebrochen angesichts der schieren Grausamkeit dieser Tragödie und dieser vorsätzlichen Tat gegen Kinder.«

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