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Israels Außenminister: Worte ins Stammbuch westlicher Politiker

Israels Außenminister Gideon Saar bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates am vergangenen Dienstag. (© imago images/ZUMA Press Wire)
Israels Außenminister Gideon Saar bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates am vergangenen Dienstag. (© imago images/ZUMA Press Wire)

Vor dem UN-Sicherheitsrat sprach Israels Außenminister Gideon Saar in deutlichen Worten über die Folgen westlicher Politik.

Am Dienstag fand im UN-Sicherheitsrat in New York eine Sitzung statt, die von Israel einberufen worden war, nachdem die Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad grausame Videos mit israelischen Geiseln im Gazastreifen veröffentlicht hatten. Auf einem der Videos war der völlig ausgehungerte Evyatar David zu sehen, den die Hamas zwang, in einem Tunnel im Gazastreifen vor laufender Kamera sein eigenes Grab zu schaufeln.

Im Zug der Sicherheitsratssitzung richtete Israels Außenminister Gideon Saar deutliche Worte an die Vertreter jener Staaten, die in der jüngeren Vergangenheit angekündigt hatten, einen Staat »Palästina« anerkennen zu wollen. Er machte ihnen vor allem zum Vorwurf, mit ihrer Politik die Chancen auf einen Waffenstillstand zunichte gemacht zu haben.

»Es gibt Länder«, sagte Saar, »die auch in diesem Gebäude während der heiklen Verhandlungstage Druck auf Israel statt auf die Hamas ausgeübt haben, indem sie Israel angegriffen, Kampagnen gegen Israel geführt und die Anerkennung eines virtuellen palästinensischen Staates angekündigt haben. Sie haben der Hamas Geschenke und Anreize gemacht, diesen Krieg fortzusetzen.«

Die Folgen des Kurses dieser Staaten seien katastrophal: »Sie haben die Geiselvereinbarung und den Waffenstillstand direkt zunichte gemacht. Lassen Sie mich das klar sagen: Diese Länder haben den Krieg verlängert.«

Übliche Schauspiel

Bei der Mehrheit der Mitglieder des UN-Sicherheitsrat stießen die Worte Saars und jene von Ilay David, dem Bruder der Geisel Elyatar David, auf taube Ohren. Während manche von ihnen wenigstens auch das Leid der israelischen Geiseln zur Kenntnis nahmen, richtete sich die Mehrheit der Wortmeldungen, wie bei den Vereinten Nationen üblich, nicht gegen die Hamas, sondern gegen Israel und dessen Kriegsführung im Gazastreifen.

Unterstützung erhielt Israel nur durch die Vertreterin der Vereinigten Staaten, Dorothy Shea, die vor dem Sicherheitsrat erklärte:

»Die Vereinigten Staaten rufen alle Länder dazu auf, sich zusammenzuschließen und mit einer klaren Stimme zu sagen, dass die Hamas sich unverzüglich ergeben und alle Geiseln freilassen muss, sowohl die lebenden als auch diejenigen, die bereits durch die Hand der Hamas ermordet wurden, und diesen Krieg beenden muss.«

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