Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich sprach heute im Puls-24-Interview über die aufgrund der humanitären Situation in Gaza angekündigten Kampfpausen zur Ermöglichung von Hilfslieferungen.
Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich – ehemaliger ORF-Korrespondent in Israel und Nahost-Experte – war heute Morgen bei Puls 24 News zu Gast. Im Interview mit Anchorwoman Alexandra Nindl berichtete Segenreich, dass Israel »taktische Pausen« ankündigte, damit Hilfslieferungen in den Gazastreifen gelangen. Israel habe den internationalen Druck gespürt und tue nun etwas, um die Versorgungslage zu verbessern. Zugleich dementiert Jerusalem die Vorwürfe, dass es eine Politik der Aushungerung betreibe. So gebe es keine massive Verbreitung einer Hungersnot, sondern nur eine sich verschärfende Verteilungskrise, der man nun Abhilfe verschaffen wolle.
Dabei beschrieb Segenreich auch das ewige Dilemma mit der extremistischen Hamas-Diktatur: »Wenn man der Zivilbevölkerung helfen will, dann hilft man automatisch auch dem Regime, also in diesem Fall der Hamas«, welche die Kampfpause nicht nur zur Erholung und Umgruppierung nutzen wird, sondern der auch wieder Waren und Gelder in die Hände fallen werden, sodass ihr Einfluss erneut steigt. Auch die Frage, wie weit es Israel gelungen ist, einen alternativen, die Hamas umgehenden Mechanismus zur Hilfsgüterverteilung aufzubauen, war Thema des Puls-24-Gesprächs: Nicht Israel, sondern die Hamas hatte ein Interesse daran, dort Chaos und Tod zu stiften.





