Sollte es nicht, wie im Friedensplan vorgesehen, gelingen, die Hamas zur Entwaffnung zu bringen, werde das israelische Militär dies erledigen müssen, heißt es aus Jerusalem.
Wie Israel am Montag erklärte, werde der Hamas eine Frist von sechzig Tagen zur Entwaffnung gesetzt, ansonsten würden die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) »die Mission vollenden«. Kabinettssekretär Yossi Fuchs sagte laut israelischen Medienberichten, die Uhr könnte nach der ersten Sitzung des Friedensrats am kommenden Donnerstag zu ticken beginnen, betonte jedoch, dass dies nicht sicher sei.
Wie Fuchs erklärte, habe die amerikanische Regierung um eine Frist von sechzig Tagen gebeten, »und wir respektieren das«. Während dieser Frist, so der hochrangige Berater von Premierminister Benjamin Netanjahu, müsse die Hamas »alle ihre Waffen abgeben. Wir werden das bewerten. Wenn es funktioniert, großartig. Wenn nicht, dann muss das [israelische] Militär die Mission zu Ende bringen.«
Laut Fuchs sei es »plausibel«, dass die Hamas vor den israelischen Wahlen, die möglicherweise im Juni stattfinden könnten, entweder ihre Waffen abgegeben habe oder sich Israel dann mitten in einer intensiven Militäraktion im Gazastreifen befinde. Im Rahmen dieses Prozesses müssten viele Tunnel zerstört werden, »auch auf unserer Seite« der Gelben Linie im Gazastreifen, wo immer noch israelische Truppen stationiert sind.
Erste Friedensrat-Sitzung
Die erste formelle Sitzung der von US-Präsident Donald Trump ernannten Ratsmitglieder findet am Donnerstag in Washington statt. Es wird erwartet, dass Vertreter von mindestens zwanzig Ländern daran teilnehmen werden. Die Einrichtung des Rats wurde durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrats als Teil des Trump-Plans zur Beendigung des Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen gebilligt. Der 20-Punkte-Plan sieht neben der Entwaffnung der Hamas auch die Stationierung einer internationalen Stabilisierungstruppe vor.
Wie der US-Präsident mitteilte, hätten die Gründungsmitglieder seines Gremiums über fünf Milliarden Dollar für humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau zugesagt. Außerdem würden die Vorstandsmitglieder »Tausende von Mitarbeitern« für die Stabilisierungstruppe zur Verfügung stellen, um zur Aufrechterhaltung der Sicherheit im Gazastreifen beizutragen.






