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Israel: 38 Millionen Euro zur Bekämpfung der Kriminalität in arabischen Gemeinden

Arabische Israelis demonstrieren gegen Gewalt und organisierte Kriminalität in ihren Gemeinden
Arabische Israelis demonstrieren gegen Gewalt und organisierte Kriminalität in ihren Gemeinden (Quelle: JNS)

Die israelische Regierung stellt der arabischen Community Mittel für die Verbrechensbekämpfung zur Verfügung und lässt Programme zur Gewaltprävention erstellen.

Israels Kabinett genehmigte am Montag die Bereitstellung von 150 Millionen Schekel (38 Millionen Euro) zur Bekämpfung der Kriminalität im arabischen Sektor des Landes, so eine Erklärung des Büros des Ministerpräsidenten.

Das Geld wird für den Bau und die Erweiterung von fünf neuen und bestehenden Polizeistationen, zwei Feuerwachen und Mehrzweckgebäuden für Gemeindedienste in arabischen Gemeinden sowie für die Einrichtung einer Spezialeinheit der israelischen Polizei zur Verbrechensbekämpfung verwendet. Ebenfalls im Plan enthalten ist die Bereitstellung von etwa 1 Million Schekel (250.000 Euro) aus dem Budget des Büros des Premierministers für eine Informationskampagne gegen Gewalt im arabischen Teil der Gesellschaft.

Ein professionelles Team wird daran arbeiten, Pläne zum Umgang mit häuslicher Gewalt auszuarbeiten, und es werden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die arabische Community und den sozial-gemeinschaftlichen Rahmen für den Umgang mit Verbrechen und Gewalt zu stärken, so die Erklärung. Im Rahmen des Plans werden das israelische Ministerium für öffentliche Sicherheit und die israelische Polizei auch zwei organisierte Kampagnen zur Beschlagnahmung illegaler Waffen in arabischen Gemeinden durchführen.

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Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu nannte den Plan eine „wichtige Nachricht für die arabische Gesellschaft in Israel“.

Aufklärung über Corona

Ebenfalls am Montag trafen sich Netanjahu und andere Regierungsvertreter mit lokalen arabischen Führern, um die hohe COVID-19-Morbidität im arabischen Teil der Gesellschaft anzusprechen. Dabei bat Netanjahu auch um Hilfe bei der Bekämpfung falscher Gerüchte über den COVID-19-Impfstoff von Pfizer. „Es gibt immer noch viele Fake News. Es ist notwendig, die gesamte Öffentlichkeit zu impfen, und nicht nur ältere Menschen“, sagte er laut seinem Büro.

Netanjahu betonte, dass zwar Erwachsene über 50 Jahre für fast 100 Prozent der Todesfälle und schweren Krankheitsverläufe verantwortlich, dass aber auch junge Menschen betroffen seien. „Menschen sterben und Menschen leiden an Krankheiten, die sie ihr ganzes Leben lang begleiten können. Das trifft übrigens auch junge Menschen; deshalb müssen Sie als Führer der Öffentlichkeit besondere Anstrengungen unternehmen“, sagte er.

Der Premierminister, dem sich neben anderen Spitzenbeamten auch der Gesundheits- und der Innenminister sowie der Leiter des Nationalen Sicherheitsrates und der Leiter des nationalen Coronavirus-Projekts anschlossen, forderte die arabisch-israelischen Führer auf, ihren Gemeinden die Wahrheit über den Impfstoff nahezubringen.

Er verlangte, dass Beamte der medizinischen Dienste „der Öffentlichkeit Informationen auf Hebräisch und Arabisch präsentieren: der muslimischen, christlichen, beduinischen, tscherkessischen und drusischen Öffentlichkeit. Jeder muss das verstehen: Das Virus macht keinen Unterschied zwischen uns. Es macht keinen Unterschied zwischen irgendjemandem von uns.“ Netanjahu nannte die COVID-19-Impfstoffe „einen Segen für die Menschheit“ und betonte: „Wir haben einen Impfstoff für jeden israelischen Bürger, für jeden einzelnen, ohne Ausnahme.“

Bis Dienstagmorgen hatten 4.772.078 Israelis die erste Dosis und 3.439.919 beide Dosen des Impfstoffs von Pfizer-BioNTech erhalten, so das israelische Gesundheitsministerium. Am Montag lag die Morbiditätsrate von COVID-19 bei 5,2 Prozent, gegenüber 10 Prozent Anfang Februar.

Der Artikel „Israel approves $45 million program to fight crime in Arab communities“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.

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