Indonesiens Armeechef erklärte am Montag, sein Land bereite sich auf den Einsatz in der Internationalen Stabilisierungstruppe für Gaza vor, werde aber keine Kampftruppen schicken.
Der indonesische Armeechef erklärte, das Militär des Landes habe mit der Vorbereitung spezialisierter Truppen für einen möglichen Friedensmissionseinsatz in Gaza begonnen, betonte jedoch, dass die Mission und die Truppenstärke noch nicht endgültig festgelegt seien, berichtete die indonesische Online-Nachrichtenseite Serambinews.com am Dienstag.
Das Militär habe »mit der Ausbildung von Personen begonnen, die möglicherweise als Friedenstruppen eingesetzt werden. Wir bereiten also Ingenieure, medizinisches Personal und andere Fachkräfte vor«, erklärte Generalstabschef Maruli Simanjuntak am Montag nach einer Führungssitzung im Präsidentenpalast in Jakarta gegenüber Reportern. Bei den vorbereiteten Einheiten handle es sich nicht um Frontkampftruppen, sondern um Personal, das Zivilisten in Konfliktgebieten unterstützen solle, wobei der Schwerpunkt auf humanitären und Wiederaufbauaufgaben liege.
Zahl noch ungewiss
Maruli sagte, die Kommandeure erwägen die Aufstellung einer Truppe in der Größenordnung einer Brigade mit möglicherweise 5.000 bis 8.000 Soldaten, betonte jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. »Ja, es könnte eine Brigade sein, vielleicht 5.000 bis 8.000 Mann. Aber wir verhandeln noch, und es gibt noch keine Gewissheit über die Zahl«, hieß es.
Der Armeechef merkte an, dass die endgültige Größe und Zusammensetzung des Einsatzes von den indonesischen Streitkräften (TNI) in Absprache mit der Regierung und internationalen Partnern festgelegt werde. »Es ist besser, das TNI-Hauptquartier um weitere Klarheit zu bitten. Wir bereiten nur die Truppen vor«, sagte Maruli und fügte hinzu, dass die Armee ihr Personal an die Anforderungen der Gaza-Mission anpassen werde.
Mitte Oktober nahm der indonesische Präsident Prabowo Subianto an Donald Trumps Gaza-Friedensgipfel in Ägypten teil. Das mit über 283 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste muslimische Land, das neben Pakistan als einziger asiatischer Staat auf dem Friedensgipfel in Sharm el-Sheik vertreten war, wird als Kandidat für eine Erweiterung der Abraham-Abkommen gehandelt. Bereits in seiner Rede vor der UNO-Generalversammlung Ende September hatte Subianto die mögliche Entsendung einer 20.000 Mann starken Friedenstruppe in den Gazastreifen in Aussicht gestellt. In seiner mit dem Wort »Schalom« beendeten Rede sprach er auch von der Notwendigkeit, Israel anzuerkennen und seine Sicherheit zu gewährleisten.






