Im Iran gehen Proteste und Streiks gegen das Regime weiter

„Nach dem Verbot des Nachrichtendienstes Telegram und dem Durchgreifen gegen die jüngsten Proteste bemühen Iraner sich um neue Wege, auf denen sie ihrem Unmut über die Regierung Luft machen können. Bildern zufolge, die einen Tag nach dem Verbot des beliebten Nachrichtendienstes Telegram in den sozialen Medien weite Verbreitung fanden, haben Iraner begonnen, Kommentare auf Geldscheine zu schreiben und Leuten diese in die Taschen zu stecken. ‚Befreit den Iran‘, ‚Einheit, Brüderlichkeit, Freiheit‘, ‚Streiks in Kurdistan‘, und ‚Nieder mit der Diktatur‘ gehören zu den Parolen, die am häufigsten auf die Geldscheine gekritzelt wurden.

Die betreffenden Streiks finden seit mehr als zwei Wochen in den kurdischen Provinzen statt. Ladenbesitzer und Unternehmer halten dort ihre Betriebe geschlossen aus Protest gegen einen Beschluss der Regierung, die halboffiziellen Grenzen zu schließen, wodurch die Kolber [lastentragende Grenzgänger] arbeitslos gemacht wurden und die Preise auf den Märkten sich erhöht haben. Zudem haben sie ungedeckte Tischtücher mit Parolen wie ‚Kein Brot, Vati‘ und ‚ich bin ein Kolber‘ in den Straßen ausgelegt als Symbol ihrer Unfähigkeit, ihre Familien zu ernähren. Dem Kurdistan Human Rights Network zufolge legten die Streikenden ihre Tischtücher am Wochenende vor dem Amtssitz des Gouverneurs aus und bauten dort Zelte auf.“ (Bericht auf RUDAW: „Iranians find creative new ways to protest“)

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