Der geplante Angriff wurde Al-Aqsa-Flut getauft – derselbe Name, den die Hamas für ihr Massaker vom 7. Oktober 2023 in Israel verwendet hatte.
Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen trainieren laut einem Bericht von vergangener Woche für eine Invasion Israels, das knapp zweitausend Kilometer entfernt liegt. So soll die Terrororganisation kürzlich die Ausbildung ihrer dritten Gruppe von Elite-Kämpfern für eine geplante Invasion abgeschlossen haben, die sie »Al-Aqsa-Flut« getauft hat, wie der Verteidigungskorrespondent Yoav Limor der Tageszeitung Israel Hayom berichtete. Der von den Huthi gewählt Name ist derselbe, den die Hamas für ihre Invasion im Süden Israels am 7. Oktober 2023 verwendet haben.
Der Bericht enthält ein YouTube-Video, das Huthi-Terroristen bei der Ausbildung auf Hindernisparcours und an einem Schießstand zeigt, auf dem die Flaggen Israels, der Vereinigten Staaten und Großbritanniens zu sehen sind.
»Vierte Phase«
Seit dem von der Hamas angeführten Massaker vom 7. Oktober haben die Huthi vom Jemen aus Raketen- und Drohnenangriffe gegen den jüdischen Staat gestartet, die am 4. Mai zu einem direkten Raketentreffer in der Nähe des israelischen Flughafens Ben Gurion führten. Als Reaktion darauf griff die israelische Luftwaffe in der Nacht vom 6. Juli eine Reihe von Huthi-Infrastrukturen im Jemen an, darunter Einrichtungen in den Häfen von Hodeidah, Ras Isa und Salif sowie ein Kraftwerk.
Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas haben die Huthi Angriffe auf Handelsschiffe gestartet, von denen sie behaupten, Verbindungen zu Israel zu haben, und diese Angriffe als Solidaritätsbekundungen mit den Palästinensern bezeichnet. Am Sonntag kündigte die Terrororganisation eine Eskalation dieser Kampagne an und erklärte, dass alle Schiffe von Unternehmen, die mit israelischen Häfen Geschäfte machen, angegriffen werden könnten.
In einer Fernsehansprache erklärte der Militärsprecher der Gruppe, Yahya Saree, diese Maßnahme sei Teil der vierten Phase ihrer Operationen gegen Israel als Reaktion auf den anhaltenden Konflikt im Gazastreifen. Saree warnte, dass Schiffe unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem Zielort angegriffen würden, sollten die verbundenen Unternehmen ihre Warnungen nicht beachteten. Er forderte die Länder mit Interessen in der Region auf, Druck auf Israel auszuüben, seine Militäraktion im Gazastreifen zu beenden und die Blockade der Enklave aufzuheben. Erst danach, so Saree, würden die Huthi ihre Angriffe einstellen.
Im Mai hatten die Vereinigten Staaten bekannt gegeben, eine Waffenstillstandsvereinbarung mit den Huthi getroffen zu haben und ihre Militäraktion gegen die vom Iran unterstützte Terrorgruppe im Gegenzug für die Beendigung der Angriffe auf den Schiffsverkehr einzustellen. Die Huthi stellten jedoch bereits damals klar, dass diese Vereinbarung nicht für Schiffe gelte, die mit Israel in Verbindung stünden.






