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Aushängeschild für »Hungersnot« in Gaza leidet an genetischer Erkrankung

Essensausgabe einer Hilfsorganisation in Gaza
Essensausgabe einer Hilfsorganisation in Gaza (Quelle: JNS)

Der abgebildete Junge leidet an einer schweren genetischen Erkrankung, die nichts mit dem Krieg zu tun hat, und hat den Gazastreifen mit Hilfe Israels zur Behandlung verlassen.

Ein Junge, der zu einem Symbol für die angebliche Hungersnot infolge des Kriegs im Gazastreifen geworden war, leidet an einer genetischen Erkrankung und wurde letzten Monat zur Behandlung evakuiert, teilte das israelische Verteidigungsministerium am Montag mit.

Ein Bild des fünfjährigen Osama al-Rakab wurde »missbräuchlich verwendet, um Israel fälschlicherweise für seinen Zustand verantwortlich zu machen und zu behaupten, Israel würde Kinder hungern lassen«, unter anderem in italienischen Medien und auf Al Jazeera, verlautbarte die israelische Koordinierungsstelle für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT).

Osama leide »an einer schweren genetischen Erkrankung, die nichts mit dem Krieg zu tun hat. Am 12. Juni haben wir gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder aktiv die Ausreise Osamas aus Gaza über den Flughafen Ramon koordiniert«, erklärte COGAT.

Der Junge werde derzeit in einem italienischen Krankenhaus behandelt, hieß es weiter. »Tragische Bilder wecken zu Recht starke Emotionen, aber wenn sie missbraucht werden, um Hass und Lügen zu schüren, richten sie mehr Schaden als Gutes an. Lassen Sie Mitgefühl nicht für Propaganda ausnutzen. Überprüfen Sie die Fakten, bevor Sie Schuldzuweisungen wiederholen«, erklärte die Abteilung des Verteidigungsministeriums und fügte ein Bild von Osama in einem Krankenhauskittel in Italien bei.

Humanitäre Maßnahmen

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) kündigten am Sonntagmorgen eine Reihe von humanitären Maßnahmen an, darunter »taktische Pausen« im Krieg gegen die Hamas, um »die falsche Behauptung einer absichtlichen Aushungerung« im Gazastreifen zu widerlegen. Die IDF betonten zwar, dass die Kampfhandlungen im gesamten Gazastreifen nicht eingestellt worden seien, kündigten jedoch an, dass in al-Mawasi, Deir al-Balah und Gaza-Stadt bis auf Weiteres täglich eine Unterbrechung der militärischen Aktivitäten erfolgen werde.

Die Entscheidung, die Kämpfe in diesen Gebieten zwischen zehn und zwanzig Uhr einzustellen, sei mit Vertretern der Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen abgestimmt worden, hieß es. Es werden humanitäre Korridore eingerichtet, um die Bewegung von UN-Konvois zu ermöglichen, die Lebensmittel und Medikamente an die Bewohner Gazas liefern. Die sicheren Hilfswege bleiben zwischen sechs und dreiundzwanzig Uhr dauerhaft bestehen. Die IDF fügten hinzu, bereit zu sein, den Umfang ihrer humanitären Hilfe in der Küstenenklave nach Bedarf auszuweiten.

Der Sprecher des US-Repräsentantenhauses Mike Johnson sagte am Sonntag in der NBC-Sendung Meet the Press, Jerusalem habe seit Beginn des Kriegs über 94.000 Lkw-Ladungen mit Lebensmitteln geliefert, »genug, um zwei Millionen Menschen zwei Jahre lang zu ernähren. Aber die Hamas hat die Lebensmittel gestohlen. Tatsächlich hat die Hamas im Jahr 2024 über fünfhundert Millionen Dollar mit gestohlenen Lebensmittelhilfen verdient, die eigentlich für diese armen Menschen bestimmt waren, die sie dringend benötigten.«

Der Politiker bezeichnete die laufenden Hilfsmaßnahmen der Vereinten Nationen im Gazastreifen als »gescheitertes System« und erklärte, die IDF werden »neue Verteilungskanäle eröffnen, um die Hilfsgüter zu den Menschen zu bringen, die sie dringend benötigen. Das ist die Absicht Israels, der USA und auch der UNO.«

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