Latest News

Hamas-Geisel wurde von zivilem Arzt in Gaza-Stadt ermordet

Die von einem palästinensischen Arzt in Gaza ermordete israelische Geisel Noa Marciano
Die von einem palästinensischen Arzt in Gaza ermordete israelische Geisel Noa Marciano (© Imago Images / ZUMA Press Wire)

Der Vater einer von der Hamas verschleppten israelischen Soldatin erhielt ein Video ihrer Ermordung durch einen Arzt im Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt.

Avi Marciano, der Vater der verstorbenen Geisel Noa Marciano, teilte vergangene Woche mit, ein Video von der Ermordung seiner Tochter erhalten zu haben, das ihn bis heute verfolge. Das Filmmaterial, das ihm über Telegram zugeschickt wurde, zeigte einen zivilen Arzt im Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt, der die Neunzehnjährige ermordete, indem er ihr Luft in die Venen injizierte, während sie um ihr Leben flehte.

Diese Information wurde zum ersten Mal vor einer kleinen Menschenmenge bekannt gegeben und von der israelischen Fernseh- und Medienpersönlichkeit Shai Deluca auf Instagram gepostet, der die Erzählung von Noas Vater für Journalisten auf Englisch übersetzte.

Noa Marciano wurde am 7. Oktober 2023, dem Tag des Hamas-Angriffs, vom Militärstützpunkt Nahal Oz entführt, wo sie als Beobachtungssoldatin oder Späherin diente. Sie war eine von sieben Soldatinnen, die von hier verschleppt wurden, und die Einzige, die nicht mehr lebend nach Israel zurückkehrte. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) bargen ihre Leiche im darauffolgenden November aus einem Gebäude neben dem Krankenhaus in Gaza-Stadt.

Albtraum

Marcianos Vater berichtete, dass er gegen Ende des Videos sehen konnte, wie Noa schwitzte, aber »ihr Leben aus ihr gewichen« war. Eine Woche später wurde sie gefunden und in Modi’in westlich von Jerusalem beigesetzt. »Noa war meine älteste Tochter und es vergeht kein Tag, an dem ich sie nicht vermisse. Was ich durchgemacht habe, ist der schlimmste Albtraum, den ich mir für einen Menschen vorstellen kann. Es gibt immer noch viele Morgen, an denen ich mit diesem Video [im Kopf] aufwache.«

Die entführte Soldatin wurde ins Shifa-Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie sich durch IDF-Beschuss der Region, in der sie festgehalten wurde, eine Beinverletzung zugezogen hatte, sagte ihr Vater, die Wunde sei aber nicht lebensbedrohlich gewesen.

»Eltern sollten niemals auf diese Weise vom Schicksal ihres Kindes erfahren. Niemals«, schrieb er auf seinem Instagram-Account. »In Gaza bedeutet dein Leben nichts, wenn du Jude bist, weder für Terroristen noch für Zivilisten. Das ist die Wahrheit, der sich die Welt nicht stellen will.«

Bleiben Sie informiert!
Mit unserem wöchentlichen Newsletter erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren.

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Wir reden Tachles!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren!

Nur einmal wöchentlich. Versprochen!