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Hamas droht mit Angriffen auf Synagogen weltweit

Hamas-Führer Yahya Sinwar droht mit angriffen auf Synagogen weltweit
Hamas-Führer Yahya Sinwar droht mit Angriffen auf Synagogen weltweit (Quelle: MEMRI)

In einer Brandrede forderte der Hamas-Führer Palästinenser und arabische Israelis zum Mord an israelischen Bürgern auf und bezichtigte Israel, den Konflikt mit den Palästinensern in einen regionalen »Religionskrieg« zu verwandeln, der den gesamten Planeten ins Chaos stürzen würde.

Am 30. Januar hielt der Hamasführer im Gazastreifen, Yahya Sinwar, seine erste Rede seit fast einem Jahr. Vor einem Foto israelischer Sicherheitskräfte auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee drohte Sinwar damit, weltweit Synagogen anzugreifen, sollte Israel noch einmal für Ruhe und Ordnung auf dem Tempelberg in Jerusalem sorgen.

»Hinter mir ist ein Bild zionistischer Besatzungssoldaten, die den Al-Qibly-Gebetsraum betreten. So ein Bild darf sich nie wieder wiederholen. Wer auch immer den Beschluss fasst, diese Schändung der Al-Aqsa-Moschee zu wiederholen, werden wir den Beschluss zur Schändung Tausender Synagogen und jüdischer Tempel weltweit fassen.«

In seiner von MEMRI übersetzten Rede, die auf dem katarischen Sender Al-Jazeera ausgestrahlt wurde, behauptete Sinwar, Israel wolle den Konflikt mit den Palästinensern in einen regionalen Religionskrieg verwandeln und erklärte, die Hamas sei bereit, die »Herausforderung« anzunehmen und ihre heiligen Stätten zu verteidigen, wenn die »Führer der Besatzung und deren Extremisten« dies so wünschten.

»Der Al-Aqsa-Moschee und Jerusalem Leid zuzufügen, bedeutet einen religiösen Krieg. Wenn es die Religion und unsere heiligen Stätten betrifft, werden wir keine Gnade walten lassen und nicht zögern, die Entscheidung zu treffen.

Wenn dieses Gebilde mit seiner Politik fortfährt, dann – das könnt Ihr mir glauben – wird das den Zustand des Planeten Erde verändern, denn ein regionaler Religionskrieg wird die Erde verbrannt hinterlassen. Die Welt hat eine Chance, diesen großen Krieg abzuwenden und zu verhindern, dass ein Prozess in Gang kommt, von dem nur Allah weiß, wie er ausgehen wird.«

Die Hamas, so Sinwar weiter, »als Palästinenser, als Araber und als Muslime« sei ein Teil der »Jerusalem-Achse« und habe schon die Raketen bereitstehen, mit der sie die Al-Aqsa-Moschee schützen werde.

»Vor ein paar Tagen wurde öffentlich gemacht, dass wir eine erste Salve von 1.111 Raketen für den Fall vorbereitet haben, dass wir Al-Aqsa verteidigen müssen. Warum 1.111? Weil diese Zahl aus zweimal ›11‹ [dem Victoryzeichen] besteht. Sie erinnert an das Märtyrertum von Abu Ammar [Jassir Arafat, der am 11. Dezember 2004 verstorben ist]. Diese Salve wird Abu-Ammar-Salve heißen.«

Yahya sinwar mit zwei Victoryzeichen
Yahya Sinwar mit zwei Victoryzeichen (Quelle: MEMRI)

Die arabischen Israelis »im Negev, im arabischen Dreieck, in Galiläa, Haifa, Jaffa, Akko und Lod« forderte Sinwar auf, zu den Waffen gegen die »Besatzung« zu greifen und jüdische Israelis ermorden.

»Wer ein Gewehr hat, soll es zur Hand nehmen, und wer kein Gewehr hat, soll sein Hackbeil, seine Axt oder sein Messer nehmen. Wenn die Besatzung einen Religionskrieg will, dann haben sie alle roten Linien überschritten, und wir werden bereit sein.

Von den Satelliten aus soll die gesamte Region in loderndes Feuer getaucht zu sehen sein, wenn sie einen heiligen Religionskrieg wollen und ihre Provokationen unseren Gefühlen gegenüber der Al-Aqsa-Moschee nicht beenden.«

Sinwar wandte sich an die israelisch-arabische Ra’am-Partei und deren Führer, das Knesset-Mitglied Mansour Abbas, und warnte sie, mit ihrer Beteiligung an der israelischen Regierungskoalition hätten sie ein Verbrechen begangen, das nicht zu vergeben sei.

Nachdem er den palästinensischen Terroristen gepriesen und ihm applaudiert hatte, der in der Nacht zuvor einen Angriff auf die Siedlung Ariel in der Westbank verübt und dabei einen israelischen Sicherheitsbeamten getötet hatte, forderte Sinwar die Palästinenser auf, es dem Beispiel des Angreifers gleichzutun.

»Mein liebes Volk, wenn Ihr die Anstrengungen dazu auf Euch nehmt, dann könnt Ihr erreichen, dass alle Siedlungen in der Westbank bis Jahresende evakuiert werden sind, so wie die Siedlungen im Gazastreifen geräumt worden sind.«

Sinwar rief die Palästinenser in der Westbank auf, nicht auf irgendwelche Entscheidungen oder Befehle zu warten, sondern selbst aktiv zu werden und »Operationen einsamer Wölfe« zu starten, die sich als extrem erfolgreich erwiesen hätten. Wenn sie es schafften, solche heimlichen Aktionen mit wenigen Beteiligten durchzuführen , seien sie »fähig, große Erfolge in der Westbank zu erzielen«.

»In Gaza, das sagen wir klar und deutlich (…), werden wir bald unsere Koordination mit der Jerusalem-Achse beginnen, um eine Schiffsroute übers Meer in den Küstenstreifen zu etablieren. Wir werden, so Allah will, die Belagerung komplett zerschlagen. Die Diskussionen und Beratungen dafür laufen schon.

Wir werden aus Gaza auslaufen und dorthin wieder zurückkehren, und wir werden Güter importieren und exportieren – und wer auch immer unglücklich darüber sein wird: Wir werden es tun, ob sie wollen oder nicht.«

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