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Sicherheitsgespräche zwischen Israel und Syrien in Paris wieder aufgenommen

US-Sondergesandter Tom Barrack mit Syriens Außenminister Asaad al-Shaibani
US-Sondergesandter Tom Barrack mit Syriens Außenminister Asaad al-Shaibani (Quelle: JNS)

Der US-Gesandte Tom Barrack wird die erste Verhandlungsrunde seit zwei Monaten zwischen Damaskus und Jerusalem vermitteln.

Wie die amerikanische Nachrichtenplattform Axios am Sonntag berichtete, treffen sich hochrangige israelische und syrische Beamte am Montag in Paris zu zweitägigen, von den USA vermittelten Verhandlungen über ein Abkommen zur Grenzsicherheit. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, dass eine Delegation unter der Leitung des Außenministers Asaad al-Shaibani und des Chefs des Geheimdienstes Hussein al-Salama an den Gesprächen teilnehme.

Im Mittelpunkt der Unterredungen stehen die Wiederaufnahme des Abkommens von 1974 über den Rückzug der Truppen und die Sicherstellung eines israelischen Rückzugs auf die vor dem 8. Dezember 2024 – dem Tag des Sturzes des Assad-Regimes – bestehenden Grenzen im Rahmen eines »gegenseitigen Sicherheitsabkommens«, das die »nicht verhandelbaren« nationalen Rechte Syriens wahrt, so der syrische Beamte.

Die Gespräche stellen die insgesamt fünfte Runde, aber die erste seit fast zwei Monaten dar und erfolgen auf eine entsprechende Bitte von US-Präsident Donald Trump an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu bei ihrem Treffen in Mar-a-Lago letzte Woche, wie eine informierte Quelle dem Axios-Journalisten Barak Ravid mitteilte, der in seiner Berichterstattung auch einen israelischen Beamten zitierte.

Noch große Differenzen

Trumps Syrien-Beauftragter Tom Barrack wird die neue Verhandlungsrunde vermitteln, die voraussichtlich zwei Tage dauern wird. Netanjahu hat ein neues Team unter der Leitung des israelischen Botschafters in den Vereinigten Staaten, Yechiel Leiter, ernannt. Nach seinem Treffen mit Netanjahu in Florida am 29. Dezember vergangenen Jahres erklärte Trump, davon auszugehen, dass Israel und der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa »gut miteinander auskommen werden«. Die Gespräche wurden Berichten zufolge wegen »großer Differenzen« zwischen den beiden Parteien und auch wegen des Rücktritts des obersten Verhandlungsführers Jerusalems, Ron Dermer, verschoben.

Laut Ravids Bericht ist das Ziel ein Sicherheitspakt, der den Süden Syriens entmilitarisieren und den Rückzug Israels aus jenen Teilen Syriens sichern soll, in denen die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte nach dem Sturz des Assad-Regimes eine Präsenz aufgebaut haben. Die Trump-Regierung betrachtet einen solchen Pakt als einen möglichen ersten Schritt hin zu einer umfassenderen diplomatischen Normalisierung zwischen Damaskus und Jerusalem.

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