Die jüngsten Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen auf die Vereinigten Arabischen Emirate wurden in Gaza teils heftig akklamiert.
Zwei Tage nach den saudischen Vergeltungsschlägen, die als Reaktion auf den Raketenangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate erfolgt waren, wurden auf der Internetplattform YouTube Videos einer Demonstration in Gaza hochgeladen, auf der die Teilnehmer ihre Unterstützung und Solidarität für die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen zum Ausdruck brachten.
Die Demonstranten des Palästinensischen Islamischen Jihad schwenkten palästinensische und jemenitische Flaggen und trugen Plakate mit dem Konterfei von Qasem Soleimani, dem im Januar 2020 von den USA getöteten iranischen Revolutionsgarden-Kommandeurs, der in seiner Eigenschaft als Führer der Auslandseinheit Quds-Forces u. a. auch für die Unterstützung der Huthis im Jemen wie der Hamas in Gaza zuständig war.
Auch Poster des Führers der libanesischen Terrorgruppe Hisbollah, Hassan Nasrallah, sowie ihres 2008 in Syrien getöteten Stabschefs Imad Mughniyah trugen die Demonstranten in Gaza, die laut MEMRI-Übersetzung »Grüße aus Gaza (…) in den Jemen« sandten, dem saudischen Königshaus den Tod wünschten (»Death to the House of Saud«) und Amerika als »großen Satan« bezeichneten.
Während die Hamas selbst nicht an der Demonstration beteiligt war, muss sie als De-Facto-Regierung die Kundgebungen dennoch genehmigt haben. Da die sunnitische Terrororganisation aufgrund ihres Naheverhältnisses zum Iran in der arabischen Welt ohnehin schon isoliert ist, scheint sie im Nachhinein jedoch Befürchtungen gehabt zu haben, die Angriffe auf das saudische Königshaus könnten diese Isolation weiter verschärfen.
In einem Versuch, den Schaden zu begrenzen, erklärte die Hamas am Sonntag dann auch, »die Parolen gegen arabische Staaten und Golfstaaten reflektieren nicht unsere Position und unsere Politik«.