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Erneut Befreiung jemenitischer Juden durch die Vereinigten Arabischen Emirate

Die jemenitisch-jüdische Familie wurde in Abu Dhabi wieder vereint
Die jemenitisch-jüdische Familie wurde in Abu Dhabi wieder vereint (Quelle: The National)

Eine jemenitisch-jüdische Familie, die nach jahrzehntelanger Trennung in Abu Dhabi wieder zusammenkam, erzählte, wie sie der Verfolgung in ihrem Heimatland entkam.

Shireena Al Nowais, The National

Der Großteil der Familie floh bereits vor zwei Jahrzehnten aus dem Jemen nach Großbritannien. Nur die Großeltern und der Onkel blieben bis vor kurzem in der nordwestlichen Stadt Saada zurück. Der Onkel, Yusef Chabib, erzählte The National von ihrer Notlage, und wie dankbar sie der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate sind, dass sie die Familie wieder zusammengebracht hat.

Der 45jährige Chabib sagte, dass er vor ein paar Jahren im Jemen angeschossen wurde, als er vor seinem Laden saß. Weil die Männer in der Familie Kippahs tragen und lange Schläfenlocken (Peyot) haben, sei er für seine Angreifer als Jude erkennbar gewesen. Chabib sagte, er habe Glück gehabt, die Attacke zu überleben, von der immer noch Narben an seinen Beinen zeugen. „Die Situation war sehr schwierig, aber wir haben Glück, am Leben zu sein und sind dankbar und gesegnet, hier in den VAE zu sein. Wir wollen Frieden und in Frieden leben“, sagte Chabib.

Der Houthi-Aufstand begann in Saada in den 1990er Jahren, und war von einer Aggression gegen die Juden begleitet. Später kontrollierten die Rebellen auch andere Teile des Nordjemen, wo sie die jüdische Bevölkerung bedrohten und misshandelten. (…)

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Juden haben seit Jahrhunderten im Jemen gelebt. Ihre genaue Bevölkerungszahl ist nicht bekannt, aber Zehntausende wurden 1949 – ein Jahr nach der Gründung des jüdischen Staates – nach Israel gebracht. Juden im Jemen lebten hauptsächlich in Saada, aber 2007 sahen sich viele gezwungen, in die Hauptstadt Sanaa umzusiedeln, nachdem sie von den vom Iran unterstützten Houthi-Rebellen bedroht worden waren.

Yitzhak Fayez, der damals ein Jugendlicher war, sagte, den jemenitischen Juden sei in Sanaa ein sicherer Ort versprochen worden. Sie sollten in einem bewachten Wohnkomplex unter dem Schutz der Zentralregierung leben. „Sie haben uns alles genommen. Sie nahmen unsere Häuser, unser Geld und alles, was wir besaßen, und Sanaa war nicht besser. Sie plünderten unsere Häuser und alles, was wir anfassten, wurde als schmutzig betrachtet“, sagte er.

Juden werden schon seit Jahren von den Houthis diskriminiert. Die Rebellen haben bei ihren Aufmärschen antisemitische Slogans und Sprechchöre verwendet und 2018 sogar „Tod für Amerika, Tod für Israel, verflucht seien die Juden“ auf die Ausweise von Mitarbeitern und Studenten der Universität Sanaa gedruckt, wie die Jerusalem Post berichtete. (…)

Letzten Monat, nachdem sie Berichte gelesen hatten, dass die Regierung der VAE eine jemenitisch-jüdische Familie in Abu Dhabi wieder zusammengeführt hatte, wandten sich [der mittlerweile in London lebende] Fayez und sein Bruder Israel an die Stadt, in der Hoffnung, dass sie ihren Onkel und ihre Großeltern wiedersehen könnten.

Einige Wochen später half die Regierung der VAE den verbliebenen Familienmitgliedern bei der Ausreise aus dem Jemen. Es dauerte 14 Stunden, und sie mussten 20 Kontrollpunkte passieren, aber schließlich wurde die Familie wieder zusammengeführt.

(Aus dem Artikel Shot, terrorised and forced to flee: Yemeni Jewish family reunited in UAE tell of persecution at Houthi hands“, der bei The National erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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