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Drusen in Suwayda: Israel greift syrisches Militärhauptquartier an

Rauch über Damaskus nach einem israelischen Luftangriff auf den Komplex des syrischen Militärhauptquartiers
Rauch über Damaskus nach einem israelischen Luftangriff auf den Komplex des syrischen Militärhauptquartiers (© Imago Images / Xinhua)

Das israelische Militär hat den Eingang zum Militärhauptquartier der syrischen Regierung in der Region Damaskus angegriffen, nachdem Berichte über Gräueltaten gegen Drusen eingegangen waren.

»Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) beobachten weiterhin die Entwicklungen und die Aktionen des Regimes gegen drusische Zivilisten im Süden Syrien. In Übereinstimmung mit den Anweisungen der politischen Ebene führen die IDF Angriffe in der Region durch und sind weiterhin auf verschiedene Szenarien vorbereitet.«

In den letzten vierundzwanzig Stunden habe die israelische Luftwaffe »Panzer, Raketenwerfer, Kampfausrüstung und mit schweren Maschinengewehren bewaffnete Pickups attackiert, die sich auf dem Weg in die Region Suwayda im Süden Syriens befanden, und setzen ihre Angriffe fort«, teilten die IDF in einer separaten Erklärung mit. »Außerdem wurden Zufahrtswege angegriffen, um Blockaden in dem Gebiet zu errichten.«

Zuvor hatte Israels Verteidigungsminister Israel Katz gewarnt, die Aktionen gegen syrische Regierungstruppen in der Nähe von Suwayda würden intensiviert, sollten die Drohungen gegen die drusische Bevölkerung anhalten: »Das syrische Regime muss die Drusen in Suwayda in Ruhe lassen und seine Truppen zurückziehen.« Katz betonte, dass Israel die drusische Gemeinschaft nicht im Stich lassen und seine Entwaffnungspolitik in der Region durchsetzen werde.

Katz warnte auch vor einer möglichen militärischen Eskalation, sollte Damaskus die Warnungen Israels nicht beachten. »Die IDF werden weiter zuschlagen, bis sich die Regierungstruppen zurückziehen und werden ihre Reaktionen bald verschärfen, wenn die Botschaft nicht verstanden wird.«

Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) aktualisierte die Zahl der Todesopfer bei den Zusammenstößen im Süden Syriens am Mittwoch auf 248. Die seit Langem mit der syrischen Opposition verbundene SOHR berichtete auch über weitreichende Zerstörungen der zivilen Infrastruktur, darunter Kirchen und Wohnhäuser, und bezeichnete die von der Regierung unterstützten Angriffe als Angriffe auf die »Würde und das Eigentum« der drusischen Bewohner in der Region Suwayda.

Grenzzwischenfälle

Der geistliche Führer der israelischen Drusen Scheich Mowafaq Tarif gab in einem Interview mit Ynet bekannt, sich mit Premierminister Benjamin Netanjahu und Israel Katz getroffen zu haben, bestätigte die Fortsetzung des Dialogs und äußerte die Hoffnung auf Intensivierung der israelischen Angriffe.

Angesichts des »Massakers in Syrien« kündigten die Führer der drusischen Gemeinschaft am Mittwoch einen sofortigen Generalstreik und mehrere »Tage des Zorns« an. »Schweigen und Untätigkeit sind nicht möglich«, so die drusischen Führer und riefen die Mitglieder der lokalen Gemeinschaft dazu auf, sich darauf vorzubereiten, nach Syrien zu gehen, um Hilfe zu leisten.

Kurz darauf überquerten Dutzende Drusen den Grenzzaun, wurden jedoch von israelischen Soldaten auf israelisches Gebiet zurückgebracht. Doch die Versuche, die nördliche Grenze zu überqueren, wurden fortgesetzt. Die israelischen Streitkräfte bestätigten, dass mehrere israelische Zivilisten aus dem Gebiet von Majdal Shams, einer drusischen Stadt auf den Golanhöhen, syrisches Gebiet betreten hätten. »IDF-Truppen sind derzeit im Einsatz, um die Zivilisten, welche die Grenze überquert haben, sicher zurückzubringen«, teilte das Militär mit.

Gleichzeitig versuchten laut IDF Dutzende Verdächtige, aus dem Gebiet Hader im Süden Syriens auf das Gebiet des jüdischen Staates vorzudringen. Es hieß, Soldaten seien gemeinsam mit israelischen Grenzpolizisten im Einsatz, »um das Eindringen zu verhindern und die Versammlung aufzulösen«.

Große Kolonnen syrischer Regierungstruppen rollten am Dienstagmorgen in Suwayda ein, einen Tag nachdem die IDF am Montag mehrere Panzer angegriffen hatten, die versuchten, in das Gebiet Jabal al-Druze vorzudringen. Auch am Dienstag starteten israelische Streitkräfte eine Reihe von Luftangriffen gegen syrische Regierungstruppen in der Region. Ziel waren gepanzerte Fahrzeuge und Konvois, die von Damaskus entsandt worden waren, um die tödlichen religiösen Zusammenstöße zwischen drusischen Milizen und bewaffneten Beduinen zu beenden.

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