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Dossier: »Erziehung zum Hass. Eine Analyse palästinensischer Schulbücher«

Palästinensische Schulbücher lehren systematisch Hass auf Israel und lobpreisen Gewalt und Märtyertum. (© imago images/ZUMA Wire)
Palästinensische Schulbücher lehren systematisch Hass auf Israel und lobpreisen Gewalt und Märtyertum. (© imago images/ZUMA Wire)

Unsere im Frühsommer veröffentlichte, mehrteilige Analyse palästinensischer Schulbücher steht als Dossier zum freien Download bereit.

Als Mahmud Abbas, der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mitte August die Gelegenheit ausließ, sich für den mörderischen palästinensischen Terroranschlag auf die israelische Olympiamannschaft in München 1972 zu entschuldigen, den er damals als Verantwortlicher für die PLO-Finanzen bezahlt hatte, und stattdessen lieber erklärte, Israel habe »fünfzig Holocausts« begangen, war die Aufregung groß: Ausgerechnet in Berlin, an der Seite von Bundeskanzler Olaf Scholz, verharmlost der Palästinenserführer den Holocaust und behauptet, Israel habe viel mehr Verbrechen begangen als die Nazis?

Gerade im Fall von Abbas hätte freilich niemand erstaunt sein müssen: Schon seine Doktorarbeit, geschrieben 1982 in Moskau, in der er angeblichen »geheimen Beziehungen zwischen dem Nazismus und der Führung der zionistischen Bewegung« auf den Grund zu gehen suchte, hätte ihm in Deutschland wahrscheinlich eine Verurteilung wegen Holocaust-Leugnung eingebracht. Die systematische Vernichtung von rund sechs Millionen Juden habe es nicht gegeben, gut möglich, ihm zufolge, dass weit weniger als eine Million Juden im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen seien. Statt die historische Realität des Massenmords anzuerkennen, stützte sich Abbas lieber auf den französischen Holocaust-Leugner Robert Faurisson.

Und auch danach war Abbas selten um die Verbreitung antisemitischen Mülls verlegen. So etwa im Juni 2016 im Europaparlament, als er den Abgeordneten die Lüge auftischte, Rabbis in Israel hätten zur Vergiftung von Wasser aufgerufen, um Palästinenser zu töten.

Palästinensische Schulbücher

Immerhin hat Abbas schon einmal vom Holocaust gehört, ganz im Gegensatz zu palästinensischen Schülern, in deren Schulbüchern der systematische Massenmord an den europäischen Juden keinerlei Erwähnung findet. Das ist eines der Ergebnisse einer Analyse der Unterrichtsmaterialien, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde zu verantworten sind.

In der insgesamt achtteiligen Serie, die auf Mena-Watch in diesem Frühsommer veröffentlicht wurde, haben wir anhand zahlreicher Beispiele belegt, wie palästinensische Schüler systematisch Hass auf Israel gelehrt bekommen. Wir haben acht problematische Kernthemen identifiziert, durch welche die Schulbücher charakterisiert werden:

  • die Darstellung jüdischer Geschichte, bei der zum Teil religiöse und anderweitig judenfeindliche Inhalte transportiert werden und bei der jeder Bezug der Juden zum umstrittenen Land geleugnet wird,
  • die praktische Inexistenz Israels, das in Landkarten nicht zu finden ist und dessen Name nur in wenigen Ausnahmefällen überhaupt erwähnt wird, während es gleichzeitig umfassend dämonisiert wird,
  • der Friedensprozess und eine Erziehung zu Koexistenz mit Israel kommen so gut wie nicht vor, stattdessen wird ständig die Notwendigkeit des Kampfes gegen den »zionistischen Besatzer« gepredigt,
  • die Befürwortung von Gewalt gegen Israel sowie die Lobpreisung von Terroristen als Märtyrer und Vorbilder,
  • der erhobene Alleinanspruch auf das angeblich von Arabern aufgebaute Jerusalem,
  • die ständige Hervorhebung des Themas palästinensischer Gefangener in israelischer Haft, mit denen Solidarität eingefordert wird, ohne auf die Taten hinzuweisen, die sie begangen haben,
  • die höchst einseitige Darstellung der Frage der palästinensischen Flüchtlinge, deren uneingeschränktes Rückkehrrecht propagiert wird,
  • die Vermittlung extremistischer und gewalttätiger Narrative selbst in Fächern wie Mathematik oder Physik, die mit Politik nichts zu tun haben sollten.

Die Serie von Florian Markl steht jetzt in leicht überarbeiteter Form als dritter Teil unsere Dossier-Reihe zum freien Download bereit: Erziehung zum Hass. Eine Analyse palästinensischer Schulbücher. Gedruckte Exemplare des Dossiers können Sie per Mail unter info@mena-watch.com bestellen.

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