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Die Houthis wollen die Hisbollah des Jemen werden

Das Hauptquartier des Houthi-Politbüros mit dem Slogan: „Gott ist groß! Tod den USA! Tod Israel! Verdammt seien die Juden! Sieg dem Islam!“
Das Hauptquartier des Houthi-Politbüros mit dem Slogan: „Gott ist groß! Tod den USA! Tod Israel! Verdammt seien die Juden! Sieg dem Islam!“ (© Imago Images / ZUMA Press)

Während Saudi-Arabien wegen Corona einen Waffenstillstand im Jemen verkündet, haben die Houthis in den letzten Monaten ihren Fokus mehr und mehr auf Israel gelegt.

Al Hashem, Al-Monitor

Der Jemen verzeichnete am 10. April seinen ersten COVID-19-Fall. Die Aussicht auf eine Ausbreitung des Coronavirus ist entsetzlich in einem Land, in dem das Gesundheitssystem bereits in einem katastrophalen Zustand ist.

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die die Houthi-Rebellen im Jemen bekämpfen, kündigten einen Waffenstillstand an, um einen Corona-Ausbruch im Land zu verhindern, sagte Oberst Turki al-Malki, Sprecher der saudi-arabischen Koalition, gegenüber der nationalen Nachrichtenagentur Saudi-Arabiens. Die Agentur merkte an, dass der Waffenstillstand den Houthis die Möglichkeit gibt, an von der UNO geförderten Gesprächen zur Beendigung des Konflikts teilzunehmen. (…)

Die Houthis, die offiziell als Ansar Allah bekannt sind und vom Iran unterstützt werden, streben ein Ende des Krieges an, aber zu ihren Bedingungen, wozu auch ein erweiterter regionaler Einfluss zählt, der sie im Nahen Osten und auf eine Stufe mit der libanesischen Hisbollah in der vom Iran geführten schiitischen „Achse des Widerstands“ stellt.

In den vergangenen Monaten hat die Ansar den Fokus ihrer Aktivitäten verschoben. Nur zwei Wochen, nachdem sie die Verantwortung für den Großangriff vom 14. September auf die Aramco-Ölanlagen in Saudi-Arabien übernommen hatte, drohte der Militärsprecher der Gruppe offen mit einem Angriff auf israelische Stützpunkte in Eritrea.

Am 9. November stieß der Führer der Gruppe, Abdul-Malik al-Houthi, seine erste explizite Drohung gegen Israel aus und warnte: „Unser Volk wird nicht zögern, dem israelischen Feind den Dschihad zu erklären und die härtesten Schläge gegen sensible Ziele in der feindlichen Entität auszuführen, wenn diese in irgendeine Torheit gegen unser Volk verwickelt ist.

Seitdem hat Al-Houthi seine Position bei mehreren Gelegenheiten bekräftigt, während israelische Beamte warnten, dass der Iran nach einem Mittel suche, das Land vom Jemen aus anzugreifen. Israel betrachtet die Houthis als Teil der „Achse des Widerstandes“. Obwohl es bislang keine direkte Konfrontation zwischen Israel und den Houthis gegeben hat, könnten letztere die Durchfahrt zum Roten Meer über die Meerenge Bab al-Mandeb oder durch den Abschuss von Raketen blockieren – und so den Jemen in die Mitte der regionalen Auseinandersetzungen stellen.

Yemen’s Houthis seek regional role as part of Axis of Resistance

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