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Fatah: Münchner Olympia-Massaker war „Qualitätsoperation“

Fatah-Führer Jassir Arafat mit dem Kommandeur des Schwarzen Septembers Ali Hassan Salameh
Fatah-Führer Jassir Arafat mit dem Kommandeur des Schwarzen Septembers Ali Hassan Salameh (Screenshot Youtube)

Ein Video, das auf der Facebook-Seite der Fatah-Kommission für Information und Kultur gepostet wurde, lobt den Architekten des Münchner Terrorangriffs von 1972, bei dem elf israelische Sportler getötet wurden.

Die Fatah-Fraktion von Palästinenserführer Mahmud Abbas hat letzte Woche ein Video veröffentlicht, in dem der Kommandeur des Schwarzen Septembers, Ali Hassan Salameh gelobt wird, der einer der Architekten des Münchner Terrorangriffs von 1972 war.

In dem Video, das am 22. Januar, dem Todestag Salamehs, auf der Facebook-Seite der Fatah-Kommission für Information und Kultur gepostet wurde, erklärt der Sprecher den Zuschauern: „Ali Hassan Salameh zeichnete sich durch seinen langen Arm aus, der über ganz Europa reichte, und durch seine hohe Intelligenz, die ihn befähigte, Mossad-Agenten zu jagen.“

Der Erzähler fährt fort: „Nachdem er zum Kommandeur für Spezialoperationen [d.h. Terroranschläge] gegen den israelischen Geheimdienst in der Welt ernannt wurde, war sein Name mit vielen hochwertigen Operationen verbunden, wie z.B. dem Versenden von Sprengstoffpaketen an viele Mossad-Agenten in Europa.“

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Acht Palästinenser, die der Terrororganisation Schwarzer September – einem geheimen Zweig der Fatah – angehörten, brachen am 5. September 1972 in das Athletendorf der Olympischen Spiele in München ein. Die Terroristen nahmen israelische Athleten und Trainer in deren Zimmern als Geiseln, ermordeten zwei auf der Stelle und schließlich auch die restlichen neun, als die deutsche Polizei bei dem Versuch scheiterte, die Geiseln zu retten und die Terroristen auf einem Flughafen in der Nähe von München zu überwältigen.

Ermutigung zu Terror

Das Video will andere Palästinenser ermutigen, Salamehs Beispiel zu folgen, indem es erklärt: „Salameh Hinterlassenschaft ist eine Lebensgeschichte, die ihn zu einem Symbol für außergewöhnliche Sicherheitsaktivitäten machte. [Das] wurde und wird von seinen Schülern und denen fortgesetzt, die ihn lieben und als ein Leuchtfeuer sehen, das sie auf dem Weg zur Befreiung und Rückkehr [nach Israel] führt.“

Nan Jacques Zilberdik, leitender Analyst bei Palestinian Media Watch (PMW), dem Forschungsinstitut, das das Video aufdeckte, sagte: „Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und die Fatah verherrlichen den Anschlag und ehren die Planer als Helden und Vorbilder – für sie bleibt es eine ‚Qualitätsoperation‘. Dies ist nur einer der zahlreichen Indikatoren dafür, dass die PA und die Fatah immer noch am Weg des Terrors festhalten.“

Die Verehrung der Terroristen des Schwarzen Septembers ist allerdings nicht auf die Fatah beschränkt. Wie PMW Anfang des Jahres berichtete, stiftete der Rat der Studentenvereinigung an der Palästinensischen Polytechnischen Universität in Hebron der Einrichtung ein Tor, das nach Salah Khalaf „Abu Iyad“ benannt ist – dem Kopf des Schwarzen Septembers, der auch an der Planung des Münchner Massakers beteiligt war.

Der Artikel „Fatah lauds Munich Olympics massacre as a ‘quality operation’ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.

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