Die Aussonderung von Israel durch Airbnb „riecht nach Antisemitismus“

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„Human Rights Watch drängte Booking.com und andere international Tourismusunternehmen am Dienstag, es Airbnb gleichzutun und Unterkünfte in israelischen Siedlungen im Westjordanland nicht mehr anzubieten. In einem 65seitigen Bericht mit dem Titel ‚Bed and Breakfast on Stolen Land‘, den Human Rights Watch gemeinsam mit der israelischen NGO Kerem Navot veröffentlichte, wird kritisiert, dass Mitwohnunternehmen, die Unterkünfte in den Siedlungen anbieten, zu ‚gravierenden Menschenrechtsverstößen und eingefleischten Diskriminierungsmaßnahmen‘ beitragen und von diesen profitieren.

Airbnb erklärte am Montag, es werde derartige Angebote von seiner Plattform entfernen. Israel drohte daraufhin mit rechtlichen Schritten. ‚Wir sind zu dem Schluss gelangt, dass wir Unterkünfte in israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland, die eine entscheidende Rolle im Konflikt zwischen den Israelis und Palästinensern spielen, nicht weiter anbieten sollten‘, erklärte das Unternehmen am Montag. ‚Als eine weltweit operierende Plattform, die in 191 Ländern und Regionen und mehr als 81.000 Städten tätig ist, müssen wir die Konsequenzen unserer Handlungen berücksichtigen und uns verantwortlich verhalten‘, hieß es weiter. (…)

Die Palästinenser begrüßten die Entscheidung von Airbnb als einen ‚positiven Schritt‘. Dagegen kritisierte der israelische Tourismusminister Yariv Levin die Entscheidung scharf. Sie sei ‚heuchlerisch und widerwärtig‘. Er drohte rechtliche Schritte gegen das Unternehmen an. Kritiker verwiesen darauf, dass Airbnb Unterkünfte in anderen umstrittenen Gebieten anbiete, so beispielsweise im türkisch besetzten Nordzypern, in dem von Marokko besetzten Teil der Sahara und in Tibet. ‚Nationalitätenkonflikte gibt es überall auf der Welt und die Führung von Airbnb wird erklären müssen, warum sie dieses rassistische Vorgehen gegen einige israelische Bürger für angemessen hält‘, erklärte der israelische Minister für strategische Angelegenheit Gilad Erdan. Airbnb habe dem Druck der BDS-Bewegung nachgegeben.“ (Bericht auf i24News: „HRW urges Booking.com to follow Airbnb, pull Israeli settlement listings“)

 

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