Das Committee to Protect Journalists (CPJ) streicht Namen aus seiner Liste getöteter Journalisten, nachdem aus Nachrufen hervorgegangen ist, dass viele davon Verbindungen zu Terrorgruppen hatten.
Fast drei Jahre lang hatte das Committee to Protect Journalists (CPJ) Israel vorgeworfen, gezielt Journalisten anzugreifen, und internationalen Medien wiederholten diese Behauptung unkritisch. Nun hat die NGO endlich eingeräumt, was Kritiker wie der unabhängige Journalist David Collier seit Langem dokumentieren: Viele der 207 von CPJ als Opfer gezählten »Journalisten« aus dem Gazastreifen standen in Verbindung mit terroristischen Organisationen.
In diesem Zusammenhang wurde das CPJ-Vorstandsmitglied Nika Soon-Shiong aus ihrem Amt entfernt, die aus ihren antiisraelischen Ansichten nie ein Hehl gemacht hat. Selbst noch in der Beschwerde über ihre Entlassung kam sie nicht umhin, auf ihre Völkermord- und Apartheid-Vorwürfe gegen Israel zu verweisen.
Darüber hinaus meinte sie, man könne es nicht als Tatsache darstellen, dass »die Hamas alle Juden töten will«. Dass selbst die Hamas das anders sieht, scheint Soon-Shiong nicht weiter anzufechten. Nicht nur ist der Vernichtungswunsch in der Hamas-Gründungscharta festgelegt, sondern sie hat diesen auch in einem kürzlich veröffentlichten Manifest zur Rechtfertigung der Ereignisse vom 7. Oktober zum wiederholten Mal bekräftigt.
Schutzschild für Terroristen
Ähnlich wie David Collier verfolgt und dokumentiert auch HonestReporting seit Beginn des Gazakrieges das »Doppelleben« von Terroristen, die als Journalisten posieren – und die Eingang in die CPJ-Liste fanden. Bis zum 23. Juni 2026 konnten laut der Medienbeobachtungsorganisation 112 der als Opfer aufgeführten Journalisten direkte Verbindungen zu Terrorgruppen nachgewiesen werden. Während einige dieser Namen aus der CPJ-Liste entfernt wurden, ist dies bei der überwiegenden Mehrheit nicht geschehen.
»Seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der Hamas erfasst das ›Committee to Protect Journalists‹ (CPJ) die Opferzahlen unter Journalisten im Gazastreifen. Doch viele der aufgeführten Personen waren gar keine Journalisten – sie waren Terroristen. Und es hat zweieinhalb Jahre gedauert, bis das CPJ dies endlich zugab. Dies geschah erst, nachdem Terrororganisationen Nachrufe für ihre Mitglieder veröffentlicht hatten. Bis zum 25. Juni 2026 hat das CPJ zwanzig Namen aus seiner Datenbank gelöscht, darunter acht, die in direktem Zusammenhang mit der Hamas oder dem Islamischen Dschihad standen. […]
Das CPJ hat große Anstrengungen unternommen, den Eindruck zu erwecken, die IDF hätten während des gesamten Krieges gezielt Journalisten ins Visier genommen. Die Bemühungen drückten sich darin aus, dass das Komitee die Namen aller Medienmitarbeiter, die in einem unmittelbaren Kriegsgebiet getötet worden waren, in seine Opferliste aufgenommen hat. Nach seinen eigenen Kriterien wären Journalisten aus der Zählung auszuschließen, die ›zum Zeitpunkt ihres Todes direkt als Kombattanten an einem bewaffneten Konflikt teilgenommen haben‹. Dennoch hat CPJ genau dies unzählige Male nicht getan und damit das Völkerrecht neu definiert, um eine hetzerische und falsche Anschuldigung gegen Israel erheben zu können.«
Die nun entlassene Nika Soon-Shiong ist also nur ein kleiner Teil eines viel größeren Problems. Auch andere CPJ-Vorstandsmitglieder haben Israel des Völkermords bezichtigt, es mit Nazi-Deutschland verglichen oder ihm einen Krieg gegen Kinder und Journalisten vorgeworfen. »Die Vendetta des ›Committee to Protect Journalists‹ gegen Israel hat die Organisation zur Aktivistenorganisation mit einer Agenda gemacht, die sich als Sorge um Journalisten tarnt. Damit hat sie den in ihrem eigenen Namen verankerten Grundsatz verraten«, fasst Honest Reporting seine Kritik zusammen. Das CPJ habe seit dem 7. Oktober 2023 Jahren als Schutzschild für Terroristen fungiert und mit dem Vorwurf des bewussten Journalistenmords eine der prominentesten antiisraelischen Anschuldigungen ins Leben gerufen.
Mit der Streichung einiger Namen von seiner Opferliste und Soon-Shiongs Entlassung hat das Committee to Protect Journalists nun einen ersten Schritt unternommen, sein Fehlverhalten zu korrigieren. Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob die Medien, die die CPJ-Behauptungen jahrelang unhinterfragt wiederholt haben, nachziehen und ihre Berichte richtigstellen werden. Oder werden sie schweigen in der Hoffnung, dass niemand die Lüge entdeckt?





