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Ägypten: Die meisten können sich „Social Distancing“ gegen Corona nicht leisten

Straßenhändler mit Corona-Maske in Kairo
Straßenhändler mit Corona-Maske in Kairo (© Imago Images / Xinhua)

Während die Regierung die Menschen auffordert, weitestgehend zu Hause zu bleiben, ist dies für die Mehrzahl der Ägypter aus Armutsgründen nicht durchführbar.

Middle East Eye

Als Straßenverkäuferin, die jeden Tag mit 15 anderen auf der Ladefläche eines überfüllten Lastwagens rund 90 Kilometer von Monufia nach Kairo fährt, muss Samira Outt die Corona-Richtlinien missachten, die von den Menschen verlangen, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben. Wie für Millionen andere Ägypter ist für Outt, eine verwitwete Mutter mit vier Kindern, Social Distancing keine Option. Wenn sie es täte, wäre sie nicht in der Lage, Nahrung, Kleidung und Unterkunft für ihre Familie bereitzustellen. (…)

Ägypten hat bisher 2.505 Fälle von COVID19 und 183 Todesfälle gemeldet. Die Restriktionen verursachten für Millionen von ohnehin schon armen Ägyptern wirtschaftliche Schwierigkeiten, darunter auch für diejenigen, die auf informelle Arbeit angewiesen sind, was 30 Prozent der Arbeitskräfte des Landes ausmacht.

Im jüngsten Bericht über Einnahmen und Ausgaben, der von der staatlichen Zentralstelle für öffentliche Mobilisierung und Statistik (CAPMAS) veröffentlicht wurde, stieg der Anteil der Menschen unterhalb der Armutsgrenze (735,5 ägyptische Pfund oder 46,6 US-Dollar monatlich) von 27,8 Prozent der Gesamtbevölkerung im Jahr 2015 auf 32,5 Prozent in den Jahren 2017-18. Im gleichen Zeitraum stieg die Hungerrate bzw. die der extremen Armut von 5,3 Prozent auf 6,2 Prozent.

‚Staying home is for the rich‘: Social distancing is a luxury Egypt’s poor can’t afford

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