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Bombardierung Kurdistans: Irak bestellt iranischen Botschafter ein

Iranische Angriffe auf Irakisch-Kurdistan führen zu diplomatischen Verwicklungen
Iranische Angriffe auf Irakisch-Kurdistan führen zu diplomatischen Verwicklungen (© Imago Images / ZUMA Wire)

Die fortwährenden iranischen Angriffe auf die Region Kurdistan rufen internationale Proteste hervor und werden vom Irak scharf verurteilt.

Der iranische Botschafter im Irak wurde am Donnerstag vom Außenministerium seines Gastlandes einbestellt, nachdem bei iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf iranisch-kurdische Oppositionsparteien in der Region Kurdistan am Vortag mindestens dreizehn Menschen getötet worden waren. »Der iranische Botschafter in Bagdad wurde vorgeladen und erhielt ein scharfes Protestschreiben wegen der anhaltenden Bombenangriffe auf Gebiete in der Region Kurdistan«, erklärte der Sprecher des irakischen Außenministeriums, Ahmed al-Sahaf, gegenüber staatlichen Medien.

Das kurdische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass bei Drohnen- und Raketenangriffen am Mittwoch dreizehn Zivilisten getötet und über fünfzig verletzt wurden. Der Irak hatte bereits im März den iranischen Botschafter einbestellt, nachdem das iranische Korps der Revolutionsgarden (IRGC) im März zwölf ballistische Raketen auf Erbil abgeschossen hatte.

Am Mittwoch sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, gegenüber Rudaw, die iranischen Angriffe seien »ein weiteres Beispiel dafür, dass der Iran nicht nur das Leben seines eigenen Volkes, sondern auch das seiner Nachbarn in flagranti missachtet«. »Wir sind uns auch der Berichte über zivile Opfer bewusst und bedauern jeden Verlust von Menschenleben, der durch den heutigen Angriff verursacht wurde«, hieß es in einer früheren Erklärung von Price.

Auf die Frage nach der Zusammenarbeit mit iranischen Oppositionsgruppen im Iran erklärte Price, man sei offen dafür, denjenigen zuzuhören, die eine andere Sichtweise auf den Iran und seine Bevölkerung hätten. Er betonte, das Wichtigste, »was wir tun können, ist, den mutigen Iranern zuzuhören, die friedlich auf die Straße gehen«.

Auch die UNO rief in einer Erklärung ihres Sprechers beim Generalsekretär, Stephane Dujarric, zur »sofortigen Deeskalation« auf. Das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden hat am Mittwoch Stützpunkte kurdischer Oppositionsgruppen in der Region Kurdistan unter dem Vorwand, sie würden die Proteste in der Islamischen Republik anheizen, mit ballistischen Raketen und Selbstmorddrohnen beschossen.

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