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„Street-Art“ gegen Israel in Bethlehem: Großer Rummel um billige Propaganda

Neue Banksy-Arbeit in Bethlehem (imago images/UPI Photo)
Neue Banksy-Arbeit in Bethlehem (imago images/UPI Photo)

Wieder einmal stellt der Street-Art-Künstler Banksy Israel an den Pranger. Dieses Mal instrumentalisiert er die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem.

Ralf Balke/Jüdische Allgemeine

Es ist ein Krippenspiel der besonderen Art, das der berühmte britische Street-Art-Künstler Banksy im von ihm mitgestalteten Walled-Off Hotel in Bethlehem pünktlich zu Weihnachten präsentieren will. Zu sehen sind die üblichen Figuren: Maria und Josef, Ochs und Esel sowie das Jesuskind auf Stroh.

Doch dahinter ist eine Wand aus grauen Betonstelen mit einem Einschussloch zu sehen, das sternförmige Detonationsspuren ziert. Zudem runden Graffiti mit den Worten ‚Love‘ und ‚Paix‘ das Bild ab. ‚The Scar of Bethlehem‘ heißt das Ganze, zu deutsch ‚Die Narbe von Bethlehem‘ und in Anlehnung an den ‚Star of Bethlehem‘.

Wie bereits andere Artefakte des Briten, so richtet sich auch dieses gegen die Sicherheitsanlagen, die Israel als Reaktion auf die palästinensischen Selbstmordattentate erbaut hatte. So weit, so einfallslos. Denn die Geburt von Jesus im Stall zu Bethlehem als Plattform zu instrumentalisieren, um eine politische Botschaft zu verpacken, hatten vor Banksy schon einige hundert anderer Künstler oder Karikaturisten. (…)

Viel interessanter als die eigentliche Installation in Bethlehem sind aber die Reaktionen auf diese. Alle deutschsprachigen Medien zitieren dabei den Walled-Off-Hotelmanager Wissam Salsaa. ‚Es ist eine großartige Möglichkeit, die Geschichte von Bethlehem, die Weihnachtsgeschichte, auf eine andere Art und Weise zu erzählen.‘

Die Installation soll angeblich Menschen dazu bewegen, über die Situation der Palästinenser nachzudenken. Banksy würde versuchen, ‚eine Stimme für diejenigen zu sein, die nicht sprechen können‘ und schaffe ‚eine neue Art des Widerstands durch die Kunst‘. Man kann ja viel über die Lage der Palästinenser sagen, nur das Märchen, dass sie keine Stimme hätten oder nie Gehör finden würden, wird durch ständige Wiederholung auch nicht unbedingt wahrer.“

Banksy: Vor die Wand gefahren

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