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Arabisch-chinesischer Gipfel in Saudi-Arabien geplant

Der chinesische Außenminister Wang Yi bei einer Videokonferenz mit seinem saudischen Amtskollegen Faisal bin Farhan Al Saud
Chinesischer Außenminister Wang Yi mit saudischem Amtskollegen Faisal bin Farhan Al Saud (© Imago Images / Xinhua)

Das geplante Treffen in der saudischen Hauptstadt Riad spiegelt die wachsende Konkurrenz Pekings mit Washington im Nahen Osten wider.

China hat offiziell angekündigt, Anfang Dezember werde in Saudi-Arabien ein Gipfeltreffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und den Führern der arabischen Staaten stattfinden, um die Rolle des Landes im Nahen Osten zu stärken. Chinas Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den USA angespannt sind; nicht zuletzt durch die wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen erfolgte Entscheidung der OPEC Plus, die Ölproduktion zu drosseln: eine Entscheidung, die von Washington dahingehend interpretiert wurde, dass Riad sich mit Russland verbündet.

Nach Angaben des chinesischen Generalkonsuls in Dubai, Li Xuhang, wird Saudi-Arabien innerhalb der ersten zehn Dezembertage einen arabisch-chinesischen Gipfel ausrichten, wobei er darauf hinwies, dass dieses Ereignis wichtig für die Verbesserung der chinesisch-arabischen Beziehungen und ein Meilenstein in der Geschichte dieser Beziehungen sei, ohne jedoch weitere Einzelheiten zu nennen. Gegenüber einer emiratischen Zeitung präzisierte der chinesische Konsul, das chinesisch-arabische Gipfeltreffen werde persönliche Gespräche zwischen dem chinesischen Präsidenten und den Führern der arabischen Staaten beinhalten.

In der Tat hat Saudi-Arabien damit begonnen, Einladungen für den überraschenden Gipfel mit dem chinesischen Präsidenten an die Führer der arabischen Länder zu verschicken. So erklärten der Emir von Kuwait, Scheich Nawaf al-Ahmad al-Jaber al-Sabah, und der König von Bahrain, Hamad bin Isa al-Khalifa, ankündigten, Einladungen zur Teilnahme an dem Gipfel erhalten zu haben.

Festigung der Beziehungen

Angesichts der Tatsache, dass der chinesische Präsident Saudi-Arabien im Januar 2016 besucht hat, wird er laut der US-Agentur Bloomberg, dass Treffen in Riad nutzen wird, um seine Beziehungen zu dem Golfkönigreich zu festigen. Wie der saudische Politologe Mubarak al-Aati in einem Interview mit der amerikanischen Website Al-Hurra TV sagte, werden dabei Energie- und Wirtschaftsfragen ganz oben auf der Tagesordnung des erwarteten Gipfels stehen, da Peking der größte Importeur saudischen Öls ist.

Al-Aati wies darauf hin, bei dem Besuch des chinesischen Präsidenten solle auch ein Freihandelsabkommen zwischen Peking und der Golfregion unterzeichnet werden. Er bestritt jedoch, dass der Besuch mit den jüngsten Spannungen in den Beziehungen zwischen den Saudis und den USA zusammenhänge, und betonte, dass das Treffen erfolge »nicht aus einer Laune heraus oder aufgrund eines anderen internationalen Kalküls, da der Termin schon lange feststeht«. Al-Aati wies damit den Gedanken zurück, dass saudisch-chinesische Annäherung sei als Aktion gegen die Vereinigten Staaten oder ein anderes Land zu verstehen.

Einem arabischen Bericht zufolge ist China allerdings bestrebt, seine Beziehungen zu den Ländern des Nahen Ostens zu vertiefen, in denen Peking eine Chance sieht, die Vereinigten Staaten herauszufordern und seine wirtschaftliche Stärke auszubauen. In diesem Zusammenhang hat Peking vor kurzem ein Kooperationsabkommen über 25 Jahre mit dem Iran unterzeichnet, der wegen seines Atomprogramms unter Sanktionen Washingtons steht.

Nach Angaben des Institute of Arab Studies and Research wird das Volumen des Handelsaustauschs zwischen China und den arabischen Ländern im Jahr 2021 auf rund 330 Milliarden Dollar anwachsen, verglichen mit 36,7 Milliarden Dollar im Jahr 2004, während sich Chinas Investitionen in den arabischen Ländern zwischen 2005 und 2021 auf 213,9 Milliarden Dollar belaufen.

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