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Antisemitismus in Corona-Zeiten: Rückkehr mittelalterlicher Legenden

Antisemitismus in den Medien: „Strippenzieher“ Netanjahu beim „Ausmauscheln“ einer Coronaimpfstofflieferung?
Medialer Antisemitismus: „Strippenzieher“ Netanjahu beim „Ausmauscheln“ einer Coronaimpfstofflieferung? (© Imago Images / ZUMA Wire)

Dass antisemitische Stereotype in der Corona-Krise nicht nur vom lunatic fringe der Gesellschaft herrühren, bewiesen dieser Tage AP und ZDF in ihrer Berichterstattung über Corona-Impfungen in Israel und den Palästinensischen Autonomiegbeiten.

Als die Corona-Pandemie begann, hätte man meinen können, sie müsste ein starkes Argument sein gegen die, die versuchen, Nationen zum Hass gegeneinander anzustacheln, gegen alle Rassisten und Antisemiten. Schließlich war schnell klar, dass das Virus vor niemandem halt macht, dass alle Menschen auf dem Globus betroffen sind und die Menschheit es nur gemeinsam besiegen kann.

Und tatsächlich zeigte sich rasch eine Kooperation, wo viele sie nicht erwartet hätten: Israel schickte Corona-Testkits und Desinfektionsmittel an die Palästinensische Autonomiebehörde, Textilfabriken im Gazastreifen nähten Schutzmasken zum Verkauf in Israel.

Doch schnell wurde klar, dass der Antisemitismus nicht aufgehört hatte, sondern wie so oft in der Krise erst recht gedeiht. Eine Fülle von antisemitischen Gerüchten und Karikaturen, die alle auf die eine oder andere Weise das Bild des tödlichen Virus zusammenbrachten mit dem Bild vom Juden als Bösewicht, wurde in die Welt gesetzt, auch von den offiziellen Medien der Palästinensischen Autonomiebehörde, die Israel vorwarfen, das Corona-Virus unter den Palästinensern zu verbreiten, um diese zu töten.

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Nicht nur an den Rändern der Gesellschaft

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte schon im März vor massenhaft kursierenden antijüdischen Verschwörungstheorien in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Pandemie schaffe ein Klima der allgemeinen Verunsicherung, was Beschuldigungen einzelner Personengruppen idealen Nährboden liefere, sagte Klein dem Berliner Tagesspiegel.

„Es überrascht leider nicht, dass Juden und Israel Hauptziele sind. Antisemitische Hassreden verbreiten sich schnell im Internet und dort insbesondere auf den gängigen Social-Media-Plattformen. … Die Rede ist da von einer jüdischen Übernahme der Weltwirtschaft, jüdischen Gewinnen aus einem möglichen Impfstoff, von Israel entwickelten Biowaffen, oder einem jüdischen Versuch, die Weltbevölkerung zu reduzieren. Krudester Antisemitismus bricht sich Bahn.“

So auch dieser Tage bei der Nachrichtenagentur AP und dem ZDF. Obwohl selbst in westlichen Ländern bislang kaum jemand gegen das neuartige Corona-Virus geimpft ist und die EU gerade erst überhaupt den ersten Impfstoff genehmigt hat, werfen AP und das ZDF den Israelis vor, die Palästinenser sträflich ungeimpft zu lassen und nur an sich selbst zu denken – und das, obwohl die Palästinensische Autonomiebehörde Anfang Dezember verkündet hatte, Israel nicht um Impfstoffe zu bitten, sondern diese selbst zu besorgen, was AP und ZDF völlig unerwähnt ließen.

„Strippenzieher“ Netanjahu

In dem AP-Bericht vom 17. Dezember heißt es:

„Israel wird nächste Woche mit der Einführung einer großen Impfkampagne gegen das Coronavirus beginnen, nachdem der Ministerpräsident den Leiter eines großen Pharmaunternehmens persönlich kontaktiert hat. Millionen von Palästinensern, die unter israelischer Kontrolle leben, müssen viel länger warten.“

Man beachte, wie hier gleich im ersten Satz der Eindruck erweckt wird, da gehe etwas nicht mit rechten Dingen zu, werde gemauschelt, wie es den Juden seit alters her unterstellt wird. Netanjahu hat also „den Leiter eines großen Pharmaunternehmens persönlich kontaktiert“. Das soll so wirken, als würde er Israel dank persönlicher Beziehungen einen unfairen Vorteil verschaffen, sich an der Warteschlange vorbeimogeln. Der Artikel führt aus:

„Israel hat mit dem Pharmaunternehmen Pfizer eine Vereinbarung getroffen, 8 Millionen Dosen seines neu zugelassenen Impfstoffs zu liefern – genug, um fast die Hälfte der 9 Millionen Einwohner Israels abzudecken, da jede Person zwei Dosen benötigt.

Dies geschah, nachdem sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mehrmals persönlich an den Pfizer-Vorstandsvorsitzenden Albert Bourla gewandt hatte und sich rühmte, irgendwann um 2 Uhr morgens den CEO erreichen zu können.“

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Es klingt so, als hätte er den Pharma-Chef um 2 Uhr morgens aus dem Bett geklingelt. Hätte Netanjahu das wirklich getan, stände Israel jetzt vielleicht ohne Impfstoff da. AP hat offenbar die Zeitdifferenz nicht berücksichtigt: „2 Uhr morgens“ war natürlich 2 Uhr morgens israelischer Zeit – 19 Uhr New Yorker Zeit.

Das ist allein schon daraus ersichtlich, dass die israelische Regierung, als sie im November die Einigung mit Pfizer verkündete, davon sprach, dass sich die Verhandlungen am Vortag „bis in die Nacht“ hingezogen hätten.Netanjahu hat Bourla also nicht um 9 Uhr morgens israelischer Zeit angerufen, als es bei diesem erst 2 Uhr morgens war. Die Formulierung „irgendwann um 2 Uhr morgens“ soll die Machtfülle Netanjahus veranschaulichen. Er ist so mächtig, dass er selbst über die wichtigsten Leute zu jeder Zeit bestimmen kann.

Bourla ist der Sohn von Eltern, die zu den wenigen Juden aus Thessaloniki gehörten, die den Holocaust überlebt haben und er nahm Mitte Dezember an der Channuka-Zeremonie im israelischen Konsulat in New York teil. Dass Netanjahu und Bourla einander kennen, ist also eine Tatsache. Netanjahu rühmte sich, in Politikerart, seines persönliches Einsatzes, vielleicht hat er auch dicker aufgetragen als nötig.

Das ist aber nicht der Eindruck, den die AP-Autoren (der Artikel stammt von einem dreiköpfigen Team von Journalisten in Ramallah, dem Gazastreifen und Jerusalem) erwecken wollen. Worum es ihnen geht, ist das Bild vom Strippenzieher Netanjahu, der nachts, wenn alle schlafen, heimlich die Impfstoffvorräte der Welt an sich reißt – die Vorstellung, Israel würde den Arabern in den Palästinensischen Autonomiegebieten etwas wegnehmen, weil Netanjahu Beziehungen spielen lasse.

Antiisraelische Science Fiction

AP schreibt von einer „Konkurrenz“ um Impfstoffe und suggeriert, Impfstoffe seien ein Kuchen, von dem sich die Juden auf Kosten der anderen ein großes Stück geschnappt hätten, sodass die Palästinenser nun weniger hätten:

„Weltweit schnappen sich reiche Nationen knappe Vorräte an neuen Impfstoffen, während arme Länder weitgehend auf ein Programm der Weltgesundheitsorganisation angewiesen sind, das noch nicht auf den Weg gebracht wurde.

Es gibt nur wenige Orte, an denen der Wettbewerb in unmittelbarer Nähe stattfindet als in Israel und den Gebieten, die es seit mehr als einem halben Jahrhundert besetzt hat.“

Israel wird also mit Folgendem assoziiert: reich, „schnappt sich knappe Vorräte“, ist ein Besatzer. Die Palästinensische Autonomiebehörde: arm, „seit mehr als einem halben Jahrhundert besetzt“, ist auf Almosen angewiesen; „Millionen von Palästinensern, die unter israelischer Kontrolle leben“, gehen womöglich leer aus. Die angebliche Konkurrenz wird auf geradezu surreale Weise veranschaulicht:

„Die Israelis könnten bald wieder zu einem normalen Leben und einer wirtschaftlichen Wiederbelebung zurückkehren, während das Virus weiterhin palästinensische Städte und Dörfer bedroht, die nur wenige Kilometer entfernt sind.“

Das ist Science Fiction. Selbst wenn die Impfungen in Israel begonnen haben, kann niemand seriös vorhersagen, wann das Land „wieder zu einem normalen Leben und einer wirtschaftlichen Wiederbelebung zurückkehren“ wird. Ebenso ist es eine aus der Luft gegriffene Prophezeiung, dass „palästinensische Städte und Dörfer“ dann weiterhin vom Virus bedroht sein werden, wenn Israel das nicht mehr ist.

Aus einer Seuche, die alle Nationen gleichermaßen bedroht, wollen die AP-Autoren eine machen, aus der die Juden sich mit unfairen Mitteln herausmogeln, während die Nichtjuden das Nachsehen haben.

Kommt einem das bekannt vor? Das ist ein Aufguss der mittelalterlichen antisemitischen Legende, wonach die Juden von der Pest verschont würden („normales Leben“), gepaart mit der moderneren antisemitischen Vorstellung, wonach Juden nicht von Wirtschaftskrisen betroffen seien („kehren zu einer wirtschaftlichen Wiederbelebung zurück“). Die Erklärung für beides: Die Juden haben das alles selbst angezettelt. So ergibt im antisemitischen Weltbild scheinbar alles einen Sinn.

Als Lügen entlarvt

Die Tatsachen sehen anders aus. Erstens leben nicht „Millionen von Palästinensern“ unter israelischer Kontrolle, sondern nur etwa 400.000. Die anderen leben unter der Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde. Und die hat schon am 12. Dezember – also vor dem AP-Artikel – verkündet, dass sie keine Impfstoffe von Israel wolle und diese auch gar nicht benötige:

„Vier Millionen Dosen des russischen COVID-19-Impfstoffs werden in naher Zukunft in Palästina erwartet, sagte heute Osama Najjar, ein Beamter des palästinensischen Gesundheitsministeriums. Najjar sagte gegenüber dem Radio Stimme von Palästina, dass bis Ende dieses Jahres und Anfang nächsten Jahres rund vier Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V in Palästina erwartet werden und dass sie nach ihrer Ankunft dem palästinensischen Volk übergeben werden.

Der palästinensische Gesundheitsminister Mai Alkaila sprach heute Morgen im palästinensischen Fernsehen darüber, dass der Impfstoff Anfang nächsten Jahres in Palästina eintreffen soll, und sagte, Palästina stehe in Bezug auf den Kauf des Impfstoffs mit Unternehmen aus Russland, mit Moderna und AstraZeneca in Kontakt. Alkaila sagte auch, dass die COVEX-Agentur (der WHO; S.F.), die den ärmeren Ländern mit Impfstoffen hilft, die Kosten des Impfstoffs nur zu 20 Prozent decken wird, während die Regierung genug Geld hat, um 50 Prozent der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland und im Gazastreifen zu versorgen.“

Damit sind die zentralen Behauptungen des AP-Berichts als Lügen entlarvt:

  • Es gibt zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten keine Konkurrenz um Impfstoff, schon allein deshalb, weil beide verschiedene Impfstoffe verwenden wollen.
  • Die Palästinensischen Autonomiegebiete gehen nicht leer aus.
  • Israel ist nicht verpflichtet, seine Impfstoffe sofort und zuerst in den Palästinensischen Autonomiegebieten einzusetzen – selbst die Palästinensische Autonomiebehörde verlangt das nicht, sondern betont, dass sie die Impfstoffe selbst bestellt und bezahlt.

Gerald Rockenschaub, der Leiter des WHO-Büros in den Palästinensischen Autonomiegebieten, sagt, die Autonomiebehörde habe auch für den Gazastreifen Impfstoffe bestellt und hofft, dass auch dort schon im ersten Viertel von 2021 mit den Impfungen begonnen werden könne.

Israels stellvertretender Gesundheitsminister Yoav Kisch hat zudem angeboten, dass Israel versuche, mehr Impfstoffe zu erhalten als es für die eigenen Bürger benötigt, um die überschüssigen Dosen an die Palästinensische Autonomiebehörde abgeben zu können:

„Sollten wir sehen, dass Israels Bedarf gedeckt ist und wir zusätzliche Kapazitäten haben, werden wir sicherlich schauen, ob wir der Palästinensischen Autonomiebehörde helfen können.“

Laut einem Bericht von Times of Israel wird die Kooperation zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung dadurch erschwert, dass die PA im Mai aus propagandistischen Gründen alle Kontakte zu Israel abgebrochen hat.

Über all das schweigt AP. Das ganze Szenario von fröhlichen geimpften Juden vs. Palästinensern, die in die Corona-Röhre schauen, ist rein fiktional; eine Mischung aus Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte (mit Israel in der Rolle des geizigen Scrooge) und dem Kaufmann von Venedig (Israel in der Rolle des Shylock und die Palästinenser in der des armen Antonio, der ein Pfund seines eigenen Fleisches als Pfand geben muss).

Nichts davon ist wahr. Die Palästinensische Autonomiebehörde ist natürlich auch nicht arm; sie gibt 300 Millionen Dollar pro Jahr aus, um die Mörder von Juden zu belohnen (Märtyrerrenten). Von diesem Geld könnte sie

  • 9 Millionen Dosen des Impfstoffes von Moderna kaufen
  • 15 Millionen Dosen des Pfizer-Impfstoffs
  • 30 Millionen Dosen des russischen Sputnik-V-Impfstoffs
  • 75 Millionen Dosen des Oxford-Impfstoffs.

Israel übrigens hat gerade einmal genug Impfstoffe bestellt, um jeden zweiten Bürger impfen zu lassen – genau wie die Palästinensische Autonomiebehörde. Die EU hingegen hat 1,6 Milliarden Dosen bestellt, genug, um jeden EU-Bürger 1,5-mal impfen zu lassen.

Das ZDF stimmt ein

Das ZDF hat einen Abklatsch des AP-Artikels veröffentlicht. Unter der Schlagzeile „Corona-Impfung in Israel – Palästinenser müssen warten“ heißt es:

„Auch Israel hat Millionen von Impfdosen gegen das Coronavirus bestellt. Doch die sollen nur an Israelis gehen – Palästinenser sind außen vor.“

In holprigem Deutsch geht es weiter:

„Hat die Pandemie beide Seiten getroffen, könnte Israel dank Impfungen bald zu einem normalen Leben mit einer wirtschaftlichen Wiederbelebung zurückkehren, während das Virus weiter in palästinensischen Ortschaften wütet.“

Und dann sind da noch die „jüdischen Siedler“. Auch sie sollen laut ZDF „das Schutzmittel erhalten – aber nicht die 2,5 Millionen Palästinenser um sie herum. Sie müssen darauf warten, dass die Palästinenserbehörde handelt, die Teile des Gebietes verwaltet.“ Nun ja, ist die Palästinenserbehörde nicht laut Osloer Abkommen für die Gesundheitsversorgung der Palästinenser da – und also auch dafür, sicherzustellen, dass sie geimpft werden? Die PA selbst sieht das so. Die antiisraelischen Medien hier im Westen offenbar nicht.

Bloß niemals etwas Gutes über Israel sagen

Die britische Medienbeobachtungswebsite CAMERA hat den AP-Bericht einer detaillierten Analyse unterzogen. Dabei erinnert sie auch daran, was der frühere AP-Korrespondent Matti Friedman 2014 in seiner unübertroffenen Analyse der westlichen Israelberichterstattung als deren Leitbild herausgestellt hat: „Die Story verlangt, dass [die Palästinenser] als passive Opfer jener Partei existieren, die wichtig ist.“

Israel handelt und ist für alles verantwortlich, während die PLO bzw. die Palästinensische Autonomiebehörde für nichts verantwortlich gemacht wird. Palästinenser erscheinen nie als handelnde Subjekte, sondern immer nur als stille Dulder und Objekte dessen, was Israel angeblich ausheckt.

Eine besondere Ironie steckt darin, dass die AP-Autoren eine Organisation namens „Ärzte für Menschenrechte – Israel“ befragt haben („eine Gruppe, die sich für eine gerechtere Gesundheitsversorgung einsetzt“), die sagt: „Israel müsse auch sicherstellen, dass Impfstoffe, die nicht seinen eigenen Sicherheitsrichtlinien entsprechen – wie der russische Impfung –, nicht in Gebieten verteilt werden, die unter seiner Kontrolle stehen.“

Das soll heißen: Israel soll die Einfuhr des russischen Impfstoffs verhindern, den die Palästinensische Autonomiebehörde bestellt hat (was wäre wohl los, wenn Israel das täte?) – und stattdessen der PA die eigenen Impfstoffe schenken, die für besondere Risikogruppen in Israel bestimmt sind – obwohl die PA die gar nicht haben will.

Die Anti-Israel-Aktivisten in den Medien führen derzeit eine regelrechte Fake-News-Kampagne, die der Öffentlichkeit die Falschnachricht eintrichtern soll, dass die Palästinenser keine Impfstoffe bekämen und Israel daran schuld sei. Nicht nur AP und ZDF, sondern auch etliche andere sind daran beteilig. Viele beziehen sich dabei auf den Artikel von AP (etwa die Washington Post oder das öffentliche US-Rundfunknetzwerk PBS)

Dahinter steckt nicht nur eine allgemeine Abneigung gegen Israel, sondern die bewusste Strategie, nur ja niemals etwas Positives über Israel zu berichten. Wenn in Israel nun die Impfungen begonnen haben, könnten ja Leser auf die Idee kommen, dass das etwas Gutes sei. Darum muss die Nachricht in ihr Gegenteil verkehrt werden, durch Weglassen von relevanten Informationen, Verzerrung und glatte Lügen.

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