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Francesca Albanese hat ihren Job nicht trotz, sondern wegen ihres Israelhasses

Francesca Albanese (mit Orange) und Greta Thunberg auf einer Anti-Irael-Demonstration in Rom
Francesca Albanese (mit Orange) und Greta Thunberg auf einer Anti-Irael-Demonstration in Rom (© Imago Images / Independent Photo Agency Int.)

Frankreichs Außenminister hatte völlig recht, als er jüngst sagte, UN-Sonderberichterstatterin Albanese sei weder Expertin noch unabhängig, sondern eine politische Aktivistin, die Hass schürt.

Große Aufregung herrscht dieser Tage wieder einmal um Francesca Albanese, ihres Zeichens vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte »Sonderberichterstatterin für die seit 1967 besetzten palästinensischen Gebiete«. Sie nahm kürzlich an einer vom katarischen Fernseh- und inoffiziellen Hamas-Propagandasender Al Jazeera organisierten Konferenz mit einer durchaus illustren Gästeliste teil.

Auf dieser fanden sich neben Albanese nämlich auch Abbas Araghchi, Außenminister des iranischen Regimes, das vor rund einem Monat binnen weniger Tage über 30.000 Landsleute ermordet hat, und der ranghohe Hamas-Kader Khaled Mashal, der auf dem Podium in Doha das Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 pries und sich stolz über den »Widerstand« seiner Terrortruppe zeigte, der Zigtausende Palästinenser das Leben gekostet hat.

Für Aufregung sorgte aber nicht, dass sich Albanese ohne Skrupel in die Gesellschaft von Massenmördern und deren Förderern begab und ihre Rede zum Anlass nahm, einmal mehr auf ihre leidlich bekannte Art gegen Israel vom Leder zu ziehen. Für Schlagzeilen sorgte vielmehr, dass im Anschluss an ihren Auftritt gleich mehrere Staaten den Rauswurf Albaneses als UN-Sonderberichterstatterin forderten.

Ich will mich nicht daran abarbeiten, ob Albanese nun wirklich Israel als »gemeinsamen Feind der Menschheit« bezeichnet hat, wie zuerst behauptet wurde, oder »nur« ein diffuses System derer, »die riesige Mengen an Finanzkapital, Algorithmen oder Waffen kontrollieren« und damit Israels herbeifantasierte Untaten möglich gemacht hätten – damit sollen sich Leute wie Shoura Hashemi von Amnesty International Österreich herumschlagen, die es allen Ernstes für eine Verteidigung Albaneses halten, dass diese den »gemeinsamen Feind der Menschheit« ja gar nicht in Israel, sondern in irgendeiner globalen Verschwörung zu dessen Unterstützung ausgemacht habe.

Denn in Sachen Albanese bin ich es leid, über die Details ihrer im wahrsten Sinne des Wortes immer verrückter werdenden Tiraden und über deren Interpretation noch zu diskutieren. In einer halbwegs normalen Welt hätte eine Frau niemals UN-Sonderberichterstatterin werden dürfen, die in buchstäblich jeder Hinsicht dem Anforderungsprofil sowie dem Code of Conduct dieses Jobs widerspricht.

In einer normalen Welt …

In einer normalen Welt wäre sie aufgrund ihrer bereits bekannten israelfeindlichen und antisemitischen Äußerungen wegen offenkundiger Befangenheit aus dem Bewerbungsverfahren für die Besetzung des Postens eines Sonderberichterstatters sofort ausgeschlossen worden.

In einer normalen Welt wäre sie den Job sofort wieder losgeworden, als bekannt wurde, dass sie in ihrem Bewerbungsschreiben Ende 2021 unwahre Angaben gemacht hat (sie bezeichnete sich als »internationale Anwältin«, obwohl sie keine Anwältin ist) und darüber hinaus mögliche persönliche Interessenskonflikte bestritt, obwohl ihr Mann als Berater für ein Ministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde gearbeitet hat – das erwähnte sie der Einfachheit halber nicht.

In einer normalen Welt wäre sie gefeuert worden, als sie nach dem 7. Oktober 2023 behauptete, der größte Massenmord an Juden seit dem Ende des Holocaust habe nichts mit Antisemitismus zu tun; Berichte über Vergewaltigungen von israelischen Frauen (und Männern) durch Hamas-Terroristen als erfundene Horrorgeschichten bezeichnete; Israels Premier Netanjahu mit Hitler und Israel mit dem Nationalsozialismus auf eine Stufe stellte; behauptete, nicht alle Juden, sondern bloß Israelis würden Menschenfleisch essen und so weiter und so fort. (Einen kurzen Überblick über einige ihrer skandalösen Statements finden Sie hier.)

Doch wir leben weder in einer normalen Welt noch in einer normalen Zeit. Und so gut gemeint die jetzt vermehrt zu vernehmenden Forderungen nach ihrem Rauswurf auch sein mögen, sie übersehen einen wichtigen Punkt: Albanese ist nicht UN-Sonderberichterstatterin geworden, obwohl sie eine glühende Israelhasserin ist, sondern gerade deswegen.

Aus all diesen Gründen ist mir völlig egal, was sie bei ihrem Aufritt bei Al Jazeera im Detail gesagt hat oder auch nicht – ich brauche keine weiteren Belege, um zu wissen, dass Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot völlig recht hatte, als er jüngst sagte, Albanese »präsentiert sich als ›unabhängige Expertin‹ für die Vereinten Nationen. Sie ist weder Expertin noch unabhängig; sie ist eine politische Aktivistin, die Hass schürt.«

Aufgrund von Albaneses unzähligen einschlägigen Äußerungen konnte das jeder schon längst wissen, oder aber er will es nicht wissen, weil er – wie Frau Hashemi von Amnesty International, die auf ihrem X-Account gerade vor lauter Albanese-Verteidigung aus dem Rotieren gar nicht mehr herauskommt – selbst dem zutiefst verachtenswerten ideologischen Gebräu anhängt, das auch Albanese antreibt.

Das ist ein Auszug aus dem jüngsten Mena-Watch-Newsletter vom 18. Februar. Wenn Sie unseren Newsletter künftig immer schon am Mittwochnachmittag erhalten wollen, melden Sie sich hier an.

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